Bundeslager kommt nicht in den Thurgau

Fabienne Engbers, 6. März 2019, 15:22 Uhr
Lange wurde gerätselt, nun herrscht Klarheit: Das Bundeslager der Pfadi findet 2021 nicht im Thurgau statt. Die Lagerleitung hat sich für eine andere Region entschieden. Noch ist unklar, welche gewonnen hat.

Ein Pfadilager mit rund 25'000 Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Schweiz – das ist das Bundeslager der Pfadi Schweiz. Dieses findet 2021 zum nächsten Mal statt. Viele Orte haben sich um die Austragung des Lagers beworben, der Oberthurgau mit den Gemeinden Egnach, Romanshorn und Amriswil war unter den letzten drei Finalisten. Die Organisatoren des riesigen Lagers haben sich am vergangenen Wochenende zusammengesetzt und entschieden, dass das «Bula 21» nicht im Thurgau stattfinden soll.

«Konnten viele Erfahrungen sammeln»

Die Bewerbung für das «Bula 21» wurde von der Region Oberthurgau vor rund einem Jahr initiiert. Eine externe Firma erstellte ein Bewerbungsdossier und reichte dieses im Sommer ein. Im Februar dann der Hoffnungsschimmer: Die Region Oberthurgau war einer von drei Finalisten in der Bewerbung um das Bundeslager der Pfadi. Allerdings bietet eine der beiden anderen Regionen offenbar einen besseren Standort für das Bundeslager 2021. Die Region Oberthurgau ist damit aus dem Rennen. «Wir erhielten am Montag Bescheid von der Pfadi», sagt Stephan Tobler, Gemeindepräsident von Egnach.

Über die Absage ist der Gemeindepräsident enttäuscht, trotzdem sei er froh, beim Projekt mitgemacht zu haben. «Wir konnten viele Erfahrungen sammeln und sind nun auch besser gewappnet für weitere grössere Projekte», sagt Tobler gegenüber FM1Today. Ausserdem sei er stolz, dass seine Gemeinde es unter die Finalisten geschafft habe.

Alles zentral statt viele Unterlager

Das letzte Bundeslager der Pfadfinderinnen und Pfadfinder fand 2008 in der Linthebene statt. Damals wurden die 21'000 Jugendlichen und Kinder in verschiedene Unterlager eingeteilt, diese waren an unterschiedlichen Standorten, welche mehrere Kilometer auseinander lagen. Das «Bula 21» soll zentral, an einem Ort, stattfinden. Dies ist ein hoher Anspruch an einen Austragungsort. Geeignete Flächen befinden sich oftmals in kleinen Gemeinden, deren Bevölkerung während des Lagers entsprechend um eine Vielfaches wächst. Zusätzlich braucht es von beinahe allen Bauern der betroffenen Region ein Einverständnis zur Nutzung ihres Bodens – eine grosse Herausforderung für eine sich bewerbende Region.

Gewinnerregion ist noch nicht bekannt

Welche Region den Zuschlag für die Austragung des Bundeslagers bekommen hat, ist noch nicht bekannt. Beworben hat sich unter anderem auch Samedan im Kanton Graubünden, ob die Region es ins Finale geschafft hat, ist ebenfalls unklar.

Fabienne Engbers
veröffentlicht: 6. März 2019 15:20
aktualisiert: 6. März 2019 15:22