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Weihnachten

Christbaum mieten: «Die ersten Bestellungen kamen anfangs November»

12. Dezember 2020, 06:41 Uhr
Wieso einen Christbaum kaufen, wenn man mieten kann? Diese Frage stellen sich immer mehr Leute in der Schweiz. Im Corona-Jahr werden die Christbäume aber nicht nur zahlreicher, sondern auch früher gemietet.
Bei Beat Kressibucher kann man seit fünf Jahren Christbäume mieten. (Archiv)
© Tagblatt

Die Entschleunigung, welche die Vorweihnachtszeit mit sich bringen sollte, hat in diesem Jahr unweigerlich schon deutlich früher begonnen. Somit halten in diesem Jahr auch die Christbäume früher Einzug in die Stuben im FM1-Land. Doch nicht nur die Verkäufe der Tannen sind früher angelaufen, auch die Miet-Bäume sind zu grossen Teilen schon vergriffen.

Beat Kressibucher aus Berg bietet schon seit fünf Jahren Christbäume zur Miete an. «Die Nachfrage ist in jedem Jahr gestiegen, somit auch 2020», sagt Kressibucher. In diesem Jahr habe er bereits 150 Christbäume vermietet. «Und das, obwohl es noch zwei Wochen bis Weihnachten dauert. Die Bestellungen kommen täglich rein.»

«Schon 2500 Bäume vermietet»

Die gemieteten Bäume werden entweder selbst abgeholt oder sie werden geliefert. Im Januar werden sie wieder abgeholt. In diesem Jahr seien die Bäume schon deutlich früher vermietet worden. «Schon anfangs November sind die ersten Anfragen eingetroffen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Leute mehr zu Hause sind als in anderen Jahren», sagt Beat Kressibucher.

Auch Christian Schutz, Mitinhaber der alpinen Baumschule «Schutz Filisur», bestätigt die gesteigerte Nachfrage. «2020 haben wir rund 15 Prozent mehr vermietet als im letzten Jahr. 2500 Bäume haben schon einen Mieter gefunden.» Anfang November seien die ersten Anfragen eingegangen. «Wir leben in einer ungewissen Zeit. Die Leute wissen nicht, ob gewisse Geschäfte schliessen müssen. Diese Angst geht um», erklärt sich Schutz die frühe Nachfrage.

Zusätzlich spiele der ökologische Aspekt eine Rolle. «Der Baum kann nach Weihnachten weiterwachsen. Ausserdem liefern wir die Bäume in Sammelfuhren, damit weniger Sprit verbraucht wird», sagt Schutz.

Weniger geschnittene Bäume verkauft

Allerdings spürt Christian Schutz, dass in diesem Jahr weniger geschnittene Bäume verkauft werden. «Diese werden im Tourismus weniger gebraucht, beispielsweise in den Hotels.» Schutz geht aber davon aus, dass noch viele Bäume «im letzten Moment» gekauft werden. Somit rechnet er bis Weihnachten nicht mit all zu grossen finanziellen Einbussen.

Aktuell sind bei Schutz und auch bei Kressibucher noch einige Bäume an Lager. «Aus den letzten Jahren weiss ich aber, dass es irgendwann knapp wird. Im Moment stehen noch zwischen 50 und 80 Tannen zur Verfügung», sagt Beat Kressibucher. Am beliebtesten sei nach wie vor der Klassiker in den Schweizer Stuben: die Nordmanntanne.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Auch bei der Pflege der Christbäume gibt es zwischen geschnittenen und gemieteten Tannen einen Unterschied. «Ein gemieteter Baum sollte täglich gegossen werden. Wenn es in der Wohnung eine Bodenheizung gibt, sollte der Baum ausserdem etwas höher gestellt werden. Ausserdem sollte ein gemieteter Baum nicht länger als drei Wochen in der Wohnung bleiben.»

Bei geschnittenen Bäumen sollte, sobald diese in die Wohnung geholt werden, ein kleines Stück vom Stamm abgeschnitten werden, damit er das Wasser besser aufsaugen kann. «Das ist bei einem geschnittenen Baum das Wichtigste», sagt Beat Kressibucher.

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 12. Dezember 2020 06:41
aktualisiert: 12. Dezember 2020 06:41