Grosser Rat

Darlehen von 24 Millionen Franken für Härtefälle im Thurgau

21. April 2021, 10:41 Uhr
Regierungspräsident Walter Schönholzer rief die Bevölkerung am Mittwoch im Thurgauer Grossen Rat auf, nach den Corona-Lockerungen nicht übermütig zu werden, sondern die Regeln strikt einzuhalten (Archivbild).
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Thurgauer Firmen haben bisher 24 Millionen Franken aus dem Corona-Härtefallprogramm zugesprochen erhalten. Regierungspräsident Walter Schönholzer (FDP) rief die Bevölkerung am Mittwoch im Grossen Rat auf, nach den Lockerungen nicht übermütig zu werden, sondern die Regeln strikt einzuhalten.

Der Bundesrat sei mit den Lockerungen, die seit Anfang Woche gelten, «erfreulicherweise sehr weit gegangen», sagte Schönholzer. Es werde ein grosses Risiko in Kauf genommen. Deshalb sei es sehr wichtig, weiterhin die Abstandsregeln einzuhalten und Masken zu tragen, appellierte der Regierungspräsident an die Bevölkerung.

Im Härtefall-Programm, das Mitte April angepasst wurde, hat der Thurgau bisher 760 Anträge zugelassen. In rund der Hälfte der Fälle wurden Darlehen im Umfang von total rund 24 Millionen Franken bereits gesprochen. Gut 20 Millionen seien bisher ausbezahlt worden, sagte Schönholzer.

Ein Teil der Gesuche ist noch in Bearbeitung. Vom Härtefall-Programm profitieren rund 368 Firmen mit insgesamt rund 4000 Angestellten. Die Firmen erhalten im Durchschnitt 68'000 Franken. In einem zweiten Schritt können die Darlehen unter bestimmten Voraussetzungen in nicht rückzahlbare Beiträge umgewandelt werden.

Gesundheitsdirektor Urs Martin informierte über die Entwicklung der Pandemie im Thurgau. Die Fallzahlen seien zuletzt leicht zurückgegangen, gleichzeitig sei der R-Wert (Tempo der Ausbreitung des Virus) aber leicht steigend. Die Zahl der Hospitalisationen habe leicht zugenommen.

Die Grossrats-Sitzung in der Rüegerholz-Halle in Frauenfeld wurde am Mittwoch erstmals per Livestream im Internet übertragen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. April 2021 10:41
aktualisiert: 21. April 2021 10:41