«Das ist der absolute Horror»

Laurien Gschwend, 12. Dezember 2017, 22:13 Uhr
Am frühen Dienstagmorgen ging eine Hundepension in Boltshausen in Flammen auf. 39 Tiere starben. Der Betreiber einer benachbarten Hundepension zeigt sich tief betroffen vom Grossbrand.

Daniel Walt/Mario Testa/Tagblatt Online

«Das ist der absolute Horror», sagt Michael Frei. Er betreibt in Märstetten die Hundepension und -schule «Dog-Town.ch». In einem bis zwei Kilometern Entfernung, im Weiler Boltshausen, ist am frühen Dienstagmorgen eine andere Hundepension in Vollbrand geraten. Rund 80 Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Weinfelden und der Feuerwehr Märstetten-Wigoltingen bekämpften die Flammen. Sie konnten deren Übergreifen auf ein Wohnhaus, nicht aber das Abbrennen der Hundepension verhindern.

«Man kennt sich, tauscht sich aus»

Michael Frei bezeichnet den Grossbrand in der benachbarten Hundepension als tragisch - insbesondere auch vor dem Hintergrund der nahenden Festtage, wie er sagt. Seinen Bezug zur Betreiberin der nun abgebrannten Pension beschreibt er wie folgt: «Man kennt sich, tauscht sich aus und hat einander auch schon die einen oder anderen Hunde zur Betreuung übergeben.» Die Frau stehe unter Schock und werde von einem Care-Team betreut, weiss Frei.

Verwirrung nach dem Brand

Frei selbst erfuhr durch Kunden vom Grossbrand, die ihre Tiere am Dienstagmorgen verspätet in seine Pension brachten. «Sie berichteten mir vom Vorfall und dem Einsatz der Feuerwehr», blickt er zurück. Es sei auch zu einiger Verwirrung gekommen - er habe diverse Anrufe erhalten mit der Anfrage, ob sein «Dog-Town.ch» vom Brand betroffen sei, erklärt er.

Moralische Unterstützung

Vorfälle wie der aktuelle schockieren den Betreiber der Hundepension «Dog-Town.ch». «Man stellt sich vor, wie es wäre, wenn man selbst davon betroffen wäre: die Hilflosigkeit, vor den Flammen zu stehen und allenfalls sogar noch die Tiere zu hören», beschreibt er. Er versichert, dass er die Betreiberin der nun zerstörten Hundepension moralisch unterstützen möchte. «Und im Rahmen unserer Möglichkeiten würden wir bei Bedarf selbstverständlich auch Hunde, die in jener Pension betreut worden sind, vorübergehend bei uns aufnehmen.»

Dieser Artikel erschien am 12. Dezember auf «Tagblatt Online».

Laurien Gschwend
veröffentlicht: 12. Dezember 2017 10:14
aktualisiert: 12. Dezember 2017 22:13