Anzeige
2-Haushalte-Regel

Das sind die sechs neuen Massnahmen im Thurgau

7. Dezember 2020, 17:33 Uhr
Die Corona-Fallzahlen im Thurgau sind in den letzten Wochen wieder gestiegen. Die Spitäler sind gefordert. Deshalb hat die Thurgauer Regierung zusätzliche Massnahmen getroffen, diese gelten ab Mittwoch, dem 9. Dezember bis am 23. Dezember.
Monika Knill ist Vizepräsidentin des Thurgauer Regierungsrats.
© Keystone

Die Sperrstunde wird ausgeweitet, es gilt die Homeoffice-Pflicht und die 2-Haushalte-Regel: Der Kanton Thurgau reagiert auf die steigenden Fallzahlen. «Wollen wir das Ruder vor Weihnachten noch herumreissen, dann ist jetzt die letzte Gelegenheit», sagt Monika Knill, Vizepräsidentin Regierungsrat Thurgau.

Diese 6 Massnahmen gelten neu im Kanton Thurgau
© FM1Today

Treffen zwischen Personen aus zwei Haushalten

Neu gilt die Sperrstunde für Restaurants, Take-Away, Lieferdienste und Bahnhöfe und Tankstellen ab 22 Uhr bis morgens um 6 Uhr. Für alle Thurgauer Arbeitgeber gilt es, die Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, sofern dies betrieblich möglich ist. An einer Veranstaltung sind maximal nur noch zehn Personen aus zwei verschiedenen Haushalten erlaubt. Auch bei sportlichen und kulturellen Aktivitäten im nichtprofessionellen Bereich dürfen maximal zehn Personen teilnehmen. Ausserdem dürfen sich nur noch Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten treffen.

So reagieren Thurgauer Passanten auf die neuen Corona-Massnahmen

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: FM1Today / TVO

Gesundheitsdirektor Urs Martin warnt: Auch wenn die Fallzahlen nur leicht ansteigen, sei die Gefahr da, dass das Virus «wieder einschlägt und die Zahlen explodieren.» Er führt weiter aus, dass der R-Wert am Montag bei 1,078 lag. Erst wenn dieser Wert unter 1 liegt, gehen die Fallzahlen zurück.

Corona-Patienten werden von hochausgebildetem Fachpersonal betreut

Besonders froh über die neuen Massnahmen ist Marc Kohler, CEO der Spital Thurgau AG. Die Spitäler seien am Anschlag, genauer: das Personal. Die Kapazität der Intensivstation sei im Moment 60 Prozent höher als es die eigentliche Auslastung vorsehe. 

Der Engpass bestehe aber nicht bei den Betten, sondern beim Personal. Nur hoch qualifiziertes Personal kümmert sich um Intensivpflege-Patienten. Dazu kommt: Covid-Patienten sind deutlich aufwändiger als andere Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation. Schon jetzt hat das Personal viele Überstunden angesammelt und langsam aber sicher gehe es ans eingemachte. Zumal auch über Weihnachten nicht mit einer Entlastung zu rechnen sei.

Hier kannst du den Liveticker nachlesen:

(sk)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. Dezember 2020 13:48
aktualisiert: 7. Dezember 2020 17:33