Kreuzlingen

Diphtherie-Fälle im Bundesasylzentrum entdeckt

11. August 2022, 16:22 Uhr
Im Bundesasylzentrum Kreuzlingen sind zwei Fälle von Hautdiphtherie festgestellt worden. Diphtherie ist in der Schweiz dank der Impfung fast verschwunden.
In der Schweiz sind fast alle Menschen gegen Diphtherie geimpft. (Archivbild)
© Keystone/GAETAN BALLY

Anfangs August wurden im Bundesasylzentrum Bern Rachendiphtheriefälle entdeckt, eine gefährliche Art der Krankheit. Deshalb wurde auch im Zentrum in Kreuzlingen vermehrt auf die Infektionskrankheit hin getestet.

Dabei wurden zwei Fälle von Hautdiphtherie festgestellt. Deshalb wurden weitere Personen vorsorglich auf die Krankheit untersucht, weitere Fälle kamen nicht zum Vorschein. Entsprechende Massnahmen wurden eingeleitet.

Es gibt zwei Arten von Diphtherien: Die respiratorische (Atemwege) und die kutane (Haut). Gefährlich ist die Atemwegsdiphtherie, der Erreger befällt die Atemwege und manche Stämme der Bakterien produzieren ein Gift, das zu gefährlichen Komplikationen und Spätschäden führen kann.

Die Sterblichkeit bei Rachendiphtherie ist mit bis zu 50 Prozent sehr hoch. In der Schweiz sind fast alle Menschen dagegen geimpft. Kinder sollten im Alter von 2, 4 und 12 Monaten sowie zwischen 4 bis 7 und 11 bis 15 Jahren geimpft werden. Zudem werden Auffrischimpfungen im Alter von 25, 45 und 65 Jahren und anschliessend alle 10 Jahre empfohlen.

Weltweit ist die Diphtherie weiterhin verbreitet, in der Schweiz ist die Krankheit dank der Impfung weitgehend verschwunden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. August 2022 16:20
aktualisiert: 11. August 2022 16:22
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