Coronavirus

Ein Trainingslager, abgekapselt von der italienischen Aussenwelt

9. März 2020, 20:02 Uhr
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Quelle: TVO

30 Profi- und Nachwuchsmountainbiker rund um den Thurgauer Teamchef Ralph Näf sind trotz Coronavirus nach Italien ins Trainingslager gefahren – und mussten dort besondere Massnahmen treffen, um sich nicht anzustecken.

Über 7000 Infizierte und mehr als 360 Tote – das Coronavirus hat Italien europaweit am heftigsten getroffen. Verschiedene Regionen sind deshalb abgeriegelt. Trotz der heiklen Lage sind die Mountainbiker rund um den Thurgauer Ex-Mountainbike-Profi Ralph Näf nach Finale Ligure ins Trainingslager gereist. Eine Absage kam wegen der Saisonvorbereitung und der anstehenden Olympischen Spiele in Tokio nicht in Frage, wie Näf gegenüber TVO sagt. Zudem mussten Fotos und Bilder der Sportler gemacht werden. Seit Samstag sind die 30 Profi- und Nachwuchsbiker wieder zurück in der Schweiz.

Eigenen Koch dabei

Sie schafften es, gesund zu bleiben, indem sie sich abkapselten, erklärt Näf: «Wir hatten eine eigene Kaffeemaschine, sind nie auswärts essen gegangen und hatten unseren eigenen Koch, der als einziger ins Dorf einkaufen gegangen ist. Zudem waren wir nicht im Hotel und haben in eigenen Wohnungen ohne andere Menschen gewohnt.» So sei die Chance gering gewesen, mit den Coronavirus-Infizierten in Kontakt zu kommen.

«Können nicht auf Ende warten»

Verschiedene Rennen wurden bereits abgesagt. Nun müssten die Biker ausweichen, sagt Ralph Näf, Teammanager Thömus RN Swiss Bike Team: «Wir können nicht darauf warten, bis das alles vorbei ist. Dann fehlen uns die Punkte.»

(lag)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 9. März 2020 19:03
aktualisiert: 9. März 2020 20:02