Enthauptetes Opfer ist identifiziert

Laurien Gschwend, 22. Oktober 2018, 14:32 Uhr
Die tote Frau, die letzte Woche geköpft in einer Wohnung in Frauenfeld aufgefunden wurde, ist identifiziert. Laut Polizeiangaben handelte es sich um die Grossmutter des 19-jährigen Tatverdächtigen, eine 74-jährige Mazedonierin.

Die Obduktion des Opfers dauerte mehrere Tage. Nun ist das Ergebnis da, wie die Kantonspolizei Thurgau mitteilt: Bei der toten Frau handelt es sich um eine 74-jährige Mazedonierin, die als Touristin in der Schweiz war. Sie war laut Mediensprecher Matthias Graf die Grossmutter des 19-Jährigen, der «dringend verdächtigt» werde, die 74-Jährige am Dienstag getötet zu haben. Weiter unbekannt sind die genaue Todesursache und die Hintergründe der Tat.

Obduktion dauerte länger als normal

Die Rechtsmediziner brauchten länger als gewöhnlich, um das Opfer zu identifizieren, sagt Graf: «Das hat verschiedene Gründe. Zum einen war die Leiche entstellt, zum anderen dauerte es eine Weile, die Person mittels DNA 100-prozentig zu identifizieren.»

Zum Flughafen geflüchtet

Als die Polizei am Dienstagabend im Mehrfamilienhaus an der Talackerstrasse eintraf, war der Kopf der Leiche abgetrennt. Der mutmassliche Täter, ein 19-jähriger Elektro-Installateur in Ausbildung, lieferte nach der Tat sein Handy bei der Polizei ab und flüchtete in Richtung Flughafen Kloten, wo er verhaftet wurde. Ob der italienische Staatsangehörige mit dem Flugzeug flüchten wollte, will die Polizei noch abklären.

Kopf mitgenommen?

Laut verschiedenen Medienberichten tötete der 19-Jährige seine Grossmutter in seiner eigenen Wohnung. Aus Persönlichkeitsgründen bestätigt dies die Polizei nicht. Weiter wird spekuliert, dass der mutmassliche Täter den Kopf seines Opfers nach der Tat mitgenommen habe. «Aus ermittlungstaktischen Gründen machen wir dazu keine Angaben», sagt Polizeisprecher Graf.

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 22. Oktober 2018 10:02
aktualisiert: 22. Oktober 2018 14:32