Bodensee Schifffahrt

Es fährt nur noch die Fähre: «Hälfte der Mitarbeitenden muss in Kurzarbeit»

7. September 2020, 10:20 Uhr
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Quelle: tvo

Die Coronakrise trifft die hiesige Tourismusbranche trotz Ferien in der Schweiz teilweise arg, so auch die Bodensee Schifffahrt. Aus diesem Grund bleiben die Kursschiffe ab heute im Hafen, Sparen ist angesagt. Weitere Sparmassnahmen und im schlimmsten Fall ein weiterer Stellenabbau kann die Chefin nicht ausschliessen.

Nur noch die Autofähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen bringt ab heute Passagiere auf dem Wasserweg von A nach B. Sämtliche Kursschiffe der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt SBS verkehren nicht mehr.

Keine Passagiere wegen Maskenpflicht?

«Nachdem die Schiffe bereits im Frühjahr bis zum 6. Juni im Hafen standen, ist dieses Szenario für uns wahnsinnig bitter. Ich bin enttäuscht von den Entscheiden der Politik», sagt Andrea Ruf, CEO der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt SBS, zu TVO. Sie ist der Meinung, die Maskenpflicht auf dem Schiff würde die Passagiere von einer Fahrt abschrecken. Die Schifffahrtsgesellschaft hat deshalb beim Bund interveniert – ohne Erfolg.

Die Hälfte der Belegschaft geht in Kurzarbeit

Nebst den Fahrplan-Streichungen musste die SBS bereits sechs Mitarbeitende entlassen, um sich finanziell über Wasser zu halten. «Dass ein weiterer Stellenabbau erfolgen muss, kann ich zurzeit nicht ausschliessen, ich hoffe aber, dass das nicht notwendig sein wird», sagt Ruf. «Es kommt darauf an, wie es nun weitergeht, ob es weitere Einschränkungen gibt.»

Beinahe die Hälfte der Belegschaft muss aufgrund der drastischen Fahrplanstreichungen in Kurzarbeit, die Schiffe werden diesen Winter nur auf Sparflamme gewartet. Sparen ist angesagt.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. September 2020 08:55
aktualisiert: 7. September 2020 10:20