«Fremdwerbung ist nicht erlaubt»

Krisztina Scherrer, 5. März 2019, 21:09 Uhr
Romanshorn soll in Zukunft einheitlich aussehen.
Romanshorn soll in Zukunft einheitlich aussehen.
© Screenshot/TVO
Die Stadt Romanshorn verbannt einen Grossteil der Werbungen aus dem öffentlichen Raum: Das Mobiliar von Gartenbeizen soll neu einheitlich und gepflegt sein. Die neuen Regeln passen längst nicht allen.

Bedruckte Werbungen auf Sonnenschirmen oder Werbetafeln sollen in der Stadt Romanshorn der Vergangenheit angehören. Künftig müssen sich Gastrobetriebe und Gartenbeizen an strenge Regeln wie: «Für den Sonnenschutz sind Einzelschirme im Sinne von typischen Marktschirmen in dezenten Erdtönen zu verwenden», «Fremdwerbung ist nicht erlaubt» und «Dekoration darf nur zurückhaltend, z.B. im Rahmen von Tischdekorationen eingesetzt werden» halten.

Gastronome und Ladenbesitzer unterstützen

Die Stadt will somit das Erscheinungsbild aufwerten und den Gastronomen und Ladenbesitzer mehr Umsatz bescheren: «Mit diesen Leitlinien wollen wir das unterstützen, indem wir den Gastronomen und Betrieben eine Grundlage bieten», sagt Bettina Beck, Stadtschreiberin Romanshorn, gegenüber TVO. Ausserdem sollen sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Romanshorn wohl fühlen.

«Ich halte nicht viel davon»

Die Stimmung unter den Gastronomen, Ladenbesitzern und Einwohnern ist gespalten. «Ich halte nicht viel davon, denn dann werden wir eine ganz sterile Stadt», sagt Marcel Gischard aus Romanshorn. «Ich bin für gepflegt Möbel. Ich finde es aber nicht nötig, dass alle Schirme die gleiche Farbe brauchen», so Monika Nussko aus Romanshorn.

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Quelle: TVO

Krisztina Scherrer
Quelle: TVO/red.
veröffentlicht: 5. März 2019 21:09
aktualisiert: 5. März 2019 21:09