Thurgau

Geflügelhalter bereiten sich auf die Vogelgrippe vor

21. November 2022, 22:19 Uhr
Seit einem Monat wütet die gefährliche Vogelseuche in Europa und nun ist der Virus auch in der Schweiz, genauer in Seuzach, angekommen. Aufgrund der Nähe zur Winterthurer Gemeinde, müssen gewisse Thurgauer Dörfer deshalb nun Schutz- und Überwachungsmassnahmen einhalten.

Quelle: TVO

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Wolfgang Gafner geht immer mit dem gleichen Paar Schuhen zu seinen Hühnern. Der Thurgauer Hobbytierhalter wappnet sich für die Vogelgrippe.

Er meint: «Es ist schon etwas störend. Man muss immer damit rechnen, dass im Herbst und Winter dieses Theater wieder losgeht.» Er müsste dann das Gehege der Strasse entlang und rundherum schliessen und dürfte niemanden reinlassen. «Eigentlich lasse ich es offen, denn von Kreuzlingen her kommen oft Leute, die grosse Freude daran haben. Besonders auch Kinder», so Gafner weiter.

Spezielle Schutzmassnahmen

Nun geht das nicht mehr. Nach dem ersten Vogelgrippe-Fall in Seuzach bereiten sich aufgrund der geographischen Nähe auch die Geflügelhalter im Thurgau darauf vor. Rund um den Ausbruchsort gelten spezielle Schutzmassnahmen. Das betrifft auch die Thurgauer Gemeinden Neunforn, Üsslingen-Buch und Gachnang.

Kontakt zu Wildvögeln soll unterbunden werden

Dort müssen die Geflügelhalter nun besser auf die Hygiene achten. «Das Geflügel muss eingestallt oder in einen nach oben geschützten Wintergarten gebracht werden. Vögel sollen also nicht von oben ins Innere des Geheges koten können. Der erforderliche Schutz von der Seite unterbindet den Kontakt zu Wildvögeln», so Malin Engeli, stellvertretende Kantonstierärztin des Kanton Thurgau.

Ferner dürfen in diesen Zonen keine Eier mehr verkauft werden. Wenn allerdings die Existenz auf dem Spiel steht, bewilligt der Kanton eine Ausnahmeregelung.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 21. November 2022 22:20
aktualisiert: 21. November 2022 22:20