Frauenfeld

«Gewisse Behörden-Ausdrücke sind schwer verständlich»

5. August 2020, 07:48 Uhr
In Frauenfeld gibt es bald eine Beratungsstelle für Probleme mit der Behördensprache. (Symbolbild)
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Die Stadt Frauenfeld eröffnet Mitte August eine Beratungsstelle für Probleme mit der Behördensprache. Dort sollen Fragen zu unverständlichen Formulierungen geklärt werden.

Sie tönen zwar professionell aber verstehen tut sie kaum jemand: Briefe von Behörden können wegen ihrer komplizierten Sprache und Formulierungen manchmal ein Rätsel für den Empfänger sein. Die Stadt Frauenfeld führt deshalb Mitte August eine Beratungsstelle ein, die sich dem Problem annimmt.

Die Beraterin ist Elisabeth Thürer, ehemalige Frauenfelder Gemeinderätin und Vizepräsidentin am Thurgauer Obergericht. Während ihrer Zeit als Oberrichterin hatte sie viel Erfahrung mit Personen gemacht, die sich am Schalter wegen unverständlichen Briefen gemeldet hatten. «Auch der normale Durchschnittsbürger versteht gewisse Ausdrücke der Behörden nicht», sagt Thürer. Deshalb will sie sich jeweils am Donnerstagabend von 16 bis 18 Uhr diesen Problemen widmen. Die Beratung ist kostenlos, es handelt sich aber um keine Rechtsberatung.

Elisabeth Thürer, ehemalige Frauenfelder Gemeinderätin und Vizepräsidentin am Thurgauer Obergericht, führt die Beratungen durch.

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Die Beratung ist ein Versuch, der bis Ende Jahr andauert. «Ich hoffe, dass ich auch Personen, die nicht gut Deutsch können, helfen kann.» Wenn wiederholend Probleme bei denselben Briefen oder Floskeln auftreten, wird Elisabeth Thürer dies den zuständigen Behörden rückmelden.

(gbo)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 5. August 2020 07:48
aktualisiert: 5. August 2020 07:48