Nach Horrorcrash

Identität des Fahrers zu ermitteln wird schwierig

26. November 2019, 08:19 Uhr
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Quelle: TeleZüri

Ein Tag nachdem ein Mann mit einem gestohlenen Auto in ein Haus in Galgenen Schwyz krachte und dabei ums Leben kam, ist noch immer unklar, wer der Mann war. Das gestohlene Auto stammt aus Amriswil, wie auch die Nummernschilder. Die Polizei hofft auf eine Vermisstenmeldung.

Im Untergeschoss hängen noch ein paar Kleider, ansonsten bleibt der Flüchtlingsfamilie aus Galgenen von ihrem Zuhause nicht mehr viel übrig. In der Nacht auf Sonntag krachte ein Mann mit einem gestohlenen Audi erst in einen Kreisel, von dem aus er in das Haus der Familie aus Afghanistan geschleudert wurde. Das Auto und das Haus fingen innert Sekunden an zu brennen. Während der Autofahrer starb, blieb die fünfköpfige Familie unverletzt.

Gestohlenes Auto und Nummernschilder aus Amriswil

Ein Tag nach dem Unfall werden erste Details bekannt. Das Unfallauto wurde in der Nacht auf Sonntag in Amriswil aus einer Lagerhalle gestohlen. Die Nummernschilder stammen gemäss der Kantonspolizei Thurgau aus der unmittelbaren Umgebung. «Weitere Details werden sich im Rahmen der Ermittlungen zeigen», sagt Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, zu TVO.

Um 4.30 Uhr passierte der Mann mit dem gestohlenen Audi eine Polizeikontrolle auf der Autobahn A3 bei Lachen Schwyz. Der Fahrer raste der Polizei davon, bevor er mit knapp 170 Stundenkilometern geblitzt wurde und unmittelbar danach den Unfall verursachte.

Identität des Mannes zu klären wird schwierig

Da der Mann bei dem Unfall ums Leben kam, gestaltet sich die Klärung seiner Identität schwierig. Ob der Mann aus dem Thurgau, einem anderen Teil der Schweiz oder gar aus dem Ausland stammte, kann noch nicht gesagt werden. «Wir wissen, dass es sich um einen Mann handelt, wir konnten seine DNA sicherstellen, jetzt hoffen wir auf einen Treffer in der Datenbank», sagt David Mynall, Mediensprecher der Kantonspolizei Schwyz zu Tele Züri.

Das Foto des Radars sei nicht scharf genug für eine Identifizierung. Bringt die Datenbank keine Erkenntnisse, hofft die Polizei auf eine Vermisstenmeldung. Eine passende sei aber noch nicht eingegangen. Ausserdem sei es auch möglich, dass der Fahrer aus dem Ausland stamme.

Familie erhält viel Unterstützung

Die Flüchtlingsfamilie, die im abgebrannten Haus wohnte, musste die Nacht bei Bekannten verbringen. In der Zwischenzeit hat die Gemeinde Galgenen aber bereits ein Spendenkonto eingerichtet, die Familie wird ausserdem von einem Careteam betreut.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 25. November 2019 21:04
aktualisiert: 26. November 2019 08:19