Keine Fahrenden mehr in Hefenhofen

Krisztina Scherrer, 27. Mai 2019, 09:07 Uhr
Künftig dürfen sich keine Fahrenden mehr auf dem Grundstück von Ulrich Kesselring niederlassen. Dies legte die Gemeinde fest, nachdem sich Nachbarn belästigt gefühlt hatten.

Ulrich Kesselring hat in den letzten beiden Jahren wiederholt Fahrende zu sich auf sein Grundstück eingeladen und wollte dies, gemäss eigenen Aussagen gegenüber dem Gemeindepräsidenten, auch dieses Jahr wieder tun. Ein benachbarter Firmeninhaber beschwerte sich aber über Fäkalien auf seinem Grundstück und erzählte von Sachen, die gestohlen worden seien. Der Gemeinderat hat den Grundeigentümer deshalb aufgefordert, ein Baugesuch für die Umnutzung seiner Parzelle einzureichen und zu begründen, weshalb sein Standort geeignet sein soll.

Keine Fahrenden ohne Baubewilligung

«Mit ein Punkt dieses Entscheides war, dass der Grundeigentümer bis zum Vorliegen einer rechtsgültigen Baubewilligung keine Fahrenden auf dieser Parzelle beherbergen darf», sagt Gemeindepräsident Andreas Diethelm gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Kesselring habe den Entscheid des Gemeinderats ohne Reaktion zur Kenntnis genommen.

Wenn Kesselring Fahrenden wiederholt Aufenthalte auf demselben Platz oder länger als 14 Tage erlaubt, braucht er eine Bewilligung. Reicht er kein Baugesuch ein, muss die Gemeinde dieses von ihm einfordern und ein ordentliches Verfahren durchführen. Genau dies hatte die Gemeinde Hefenhofen gemacht. Sollte sich Kesselring weigern, macht nicht nur er sich strafbar, sondern auch die Fahrenden.

Wohnwagen verschwunden

So kam es, dass am 8. Mai die Polizei von sämtlichen Fahrenden die Personalien aufnahm und ihnen mitteilte, dass sie sich strafbar machten, sollten sie sich weiterhin an diesem Ort aufhalten. Am nächsten Abend waren die Wohnwagen verschwunden. Für Kesselring hatte es keine Konsequenzen.

Krisztina Scherrer
veröffentlicht: 27. Mai 2019 07:46
aktualisiert: 27. Mai 2019 09:07