Romanshorn

Klimagruppe übergibt Petition an Stadtrat

2. Oktober 2019, 10:52 Uhr
Klimanotstand-Petition in Romanshorn übergeben
Lea Tobler, Anouk Walliser, Ariane Alig, Ladina Da Rugna und Simon Walliser von der Klimagruppe Romanshorn zusammen mit Stadtpräsident Roger Martin und Stadträtin Ursula Bernhardt.
© zVg
Die Klimagruppe Romanshorn, die kürzlich von Mittelschülerinnen und Mittelschülern gegründet worden ist, übergab dem Stadtrat ihre Klimanotstand-Petition. Eine Antwort der Stadt wird bis Ende Jahr in Aussicht gestellt.

Gesamthaft sind 426 Unterschriften zusammengekommen, 126 davon aus der Hafenstadt selbst. Die Klimagruppe fordert in der Petition, dass die Auswirkungen auf das Klima bei allen davon betroffenen Geschäfte zu berücksichtigen und – wenn immer möglich – jene prioritär zu behandeln sind, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen. Die Anliegen sind aufgeteilt in allgemeine Ziele, Information der Bevölkerung, Bautätigkeit, Verkehr sowie Biodiversität und Grünflächen. 

«Wir begrüssen, dass die Jugend aktiv wird»

Roger Martin, der Stadtpräsident von Romanshorn, war an der Übergabe Ende September beeindruckt von der Anzahl gesammelter Unterschriften und den detaillierten Forderungen. Im August war ein solcher Katalog bei einem Treffen mit einer Delegation der Klimagruppe seitens der Stadt gewünscht worden. 

«Ziel war es, die jungen Erwachsenen dazu anzuregen, nebst Forderungen auch möglichst konkrete Ideen für Lösungsansätze zu liefern», sagt Martin. Stadträtin Ursula Bernhardt, Ressortverantwortliche Versorgung und Entsorgung, hat viel Verständnis für die Anliegen der Klimagruppe. «Wir begrüssen es sehr, dass die Jugend aktiv wird und ihre Anliegen an die Stadt klar formuliert.»

Petition wird diskutiert

Zusammen mit den zuständigen Verwaltungsstellen bereitet Bernhardt das Geschäft nun vor. Ohne dem Beschluss der Behörde zu dieser Petition vorzugreifen, ist der Stadträtin wichtig zu betonen, dass das Thema Umweltschutz in Romanshorn schon einen hohen Stellenwert hat. Die Hafenstadt trägt seit 2010 das Label «Energiestadt», Biodiversität werde gelebt und der Gemeindehafen trage seit 16 Jahren das Umweltzertifikat «Blauer Anker». 

Der Stadtrat werde die Petition der Klimagruppe sorgfältig diskutieren und die Anliegen in die Umweltpolitik der Stadt einfliessen lassen. «Wir lernen von der Jugend und schätzen deren Inputs», sagt Bernhardt. 

(red.)

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Oktober 2019 11:04
aktualisiert: 2. Oktober 2019 10:52