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Leichenfund Egnach

Leiche zerstückelt und in Müllsäcken entsorgt – mutmassliche Täterin geständig

22. Dezember 2020, 12:04 Uhr
Im Tötungsdelikt Bottighofen hat die Tatverdächtige gestanden, die 62-jährige Frau erschossen zu haben. Die genauen Umstände sind noch nicht vollständig geklärt.

Die 54-jährige Tatverdächtige ist geständig, am 29. Oktober in Bottighofen die 62-jährige Frau erschossen zu haben, teilt die Staatsanwaltschaft Thurgau am Dienstag mit. Bei dem anfangs Dezember in Egnach aufgefundenen Körperteil handele es sich um den Kopf des Opfers, sagt Mediensprecher Marco Breu im Tagblatt: «Die Beschuldigte hat zugegeben, das Opfer erschossen und die Leiche zerteilt und entsorgt zu haben.» Bei den Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin konnten entsprechende Verletzungen festgestellt werden.

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Quelle: CH Media Video Unit / BRK News

Tötungsdelikt wegen Geldsorgen?

Bei der 54-jährigen Tatverdächtigen soll es sich um die Vermieterin des Opfers handeln, wie «Blick» schreibt. Das Opfer habe ihrer Mieterin Geld geschuldet. Beweggründe seien von der mutmasslichen Täterin zwar genannt worden, es werde derzeit aber noch ein forensisch-psychiatrisches Gutachten erstellt, das mehr über die Schuldfähigkeit der Täterin aussagen könne. Vorbestraft sei die Liechtensteiner Staatsbürgerin nicht.

Sterbliche Überreste in Müllsäcke gepackt

Das 64-jährige Opfer wurde seit Ende Oktober vermisst, ihr Auto wurde mehrere Tage nach dem Verschwinden im Nachbardorf Scherzingen gefunden. Noch am selben Tag, als die mutmassliche Täterin den Kopf am Waldrand deponierte, wurde er von einem Passanten gefunden, heisst es von der Staatsanwaltschaft. Den Rest der sterblichen Überreste habe die Frau gemäss eigenen Aussagen in Säcke gepackt und im Müll entsorgt. «Wir gehen davon aus, dass die sterblichen Überreste in den Säcken längst entsorgt und verbrannt worden sind», sagt Breu.

Schusswaffe wurde gefunden

Die genauen Umstände sowie das Motiv sind Gegenstand der Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau und der Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen. Sie geht derzeit davon aus, dass die Frau im Wohnhaus in Bottighofen getötet wurde. Deshalb seien die Waschküche und der Keller des Hauses für die Spurensicherung versiegelt worden.

Die Schusswaffe sei bei der Hausdurchsuchung der Beschuldigen bereits gefunden und sichergestellt worden. «Allerdings ist noch nicht restlos geklärt, ob es sich um die Tatwaffe handelt», sagt Marco Breu, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Thurgau. Die mutmassliche Täterin sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Dezember 2020 09:05
aktualisiert: 22. Dezember 2020 12:04