Partyschiff Romanshorn

«Maskenpflicht bei solch grossen Events ist schwierig umsetzbar»

23. September 2020, 10:37 Uhr
Rouven Hörler hat die Party auf dem Schiff Euregia organisiert. (Archivbild)
© St.Galler Tagblatt/Coralie Wenger
Der Partyveranstalter Rouven Hörler steht nach einer Party am vergangenen Wochenende auf dem Bodensee mächtig in der Kritik. Am Sonntag feierten rund 600 Personen eine Bootsparty, ohne sich an das Schutzkonzept, unter anderem bestehend aus einer Maskenpflicht, zu halten. Nun nimmt der Veranstalter Stellung.

Nach einer Bootsparty am vergangenen Wochenende drohen dem Veranstalter Rouven Hörler eine Strafanzeige und weitere Konsequenzen. Rund 600 Gäste feierten auf einem Schiff ohne, wie vorgeschrieben, eine Maske zu tragen, wie Bilder zeigen. Hörler bestreitet gegenüber dem St.Galler Tagblatt jedoch, dass kaum Masken getragen wurden. «Das sind Momentaufnahmen.» Die Mehrheit der Gäste habe sich an die Maskenpflicht gehalten.

Er selbst habe versucht, die Gäste mit seinem Team zu sensibilisieren. «Beim Einstieg haben wir gratis Masken verteilt, ohne Maske durfte man nicht aufs Schiff. An der Bar konnte sich jeder während des Events eine zweite Maske abholen.» Auch Plakate hätten auf dem ganzen Boot auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht. Zusätzlich wurde ein Contact-Tracing durchgeführt.

«Das Schutzkonzept habe ich mit einer Anwaltskanzlei aus St.Gallen ausgearbeitet.» Mit der Planung war Rouven Hörler seit November beschäftigt, absagen wollte er die Party nicht. Nach dem Vorfall am Wochenende sagt er: «Ich werde keine Events mit Maskenpflicht mehr organisieren. Im Nachhinein muss ich eingestehen, dass die Masken­pflicht bei Events dieser Grösse schwierig umsetzbar ist.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. September 2020 07:16
aktualisiert: 23. September 2020 10:37