Uttwil

Neue Investoren: «Luxus-Ghetto» soll bis 2022 gebaut sein

17. Juli 2020, 12:12 Uhr
Auf diesem Gelände in Uttwil soll die Überbauung «Le Port du Naivre» entstehen.Derzeit steht noch das leerstehende Gebäude der Reederei Hanseatic Lloyd AG auf dem Areal..
© Keystone/Gian Ehrenzeller
Lange war es still um ein 2018 präsentiertes Bauprojekt im thurgauischen Uttwil: Dort waren mehrere Luxus-Wohnungen geplant und bewilligt, es gab aber viel Kritik daran. Deshalb wurde es ruhig, nun soll es neue Investoren geben.

Concierge- und Chauffeur-Service, Wellness- und Sportanlagen, eine 24-Stunden-Überwachung: sehr vermögende Personen hätten mit der Wohnanlage einen Ort mit allem Drum und Dran.

Wie das Regionaljournal von «Radio SRF» berichtet, sei schnell Kritik laut geworden. Da die Wohnanlage durch einen Zaun abgetrennt werden sollte, war die Rede von einem «Luxus-Ghetto».

Verkauf wegen Meinungsverschiedenheiten 

Seit der Bekanntgabe des Bauprojekts war es ruhig. «Radio SRF» fand nun heraus warum. Die LN Immo AG, die 2017 für die Realisierung des Projekts gegründet wurde, möchte das Projekt an eine neue Investorengruppe aus der Ostschweiz verkaufen.

Um wen es sich handelt und über den Kaufpreis wolle man aber derzeit keine Auskuft geben, sagte Hans Peter Rohrer, Verwaltungsrat der LN Immo AG gegenüber «Radio SRF».Grund für den Verkauf seien Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Aktionariats und Differenzen mit ausländischen Wohnungsinteressenten.

9000 Franken pro Quadratmeter

Mit den neuen Investoren verändert sich auch das Projekt ein wenig. Äusserlich sollen die Gebäude nach dem genehmigten Vorhaben umgesetzt werden, es sind aber 22 Wohnungen im gehobenen Standard geplant und nicht mehr 17 Luxus-Wohnungen. Auch der Zaun, der die Anlage abgegrenzt hätte, sei nicht mehr geplant.

Der Verkauf der Wohnungen soll laut «Radio SRF» ab Mitte August starten. Ein Quadratmeter kostet 9000 Franken, ein Drittel der Wohnungen sei bereits von möglichen Käufern reserviert. Geplant ist, dass der Bau 2022 abgeschlossen ist.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Juli 2020 12:12
aktualisiert: 17. Juli 2020 12:12