Bodensee

Nur noch die Hälfte der Passagiere im Corona-Jahr

19. Oktober 2020, 16:13 Uhr
Die Bodenseeschifffahrt erlebt harte Zeiten. (Archivbild)
© Thurgauer Zeitung/Andrea Stalder
Die Saison der Bodenseeschifffahrt ging gestern Sonntag zu Ende – mit ernüchternden Zahlen: Die Passagierfrequenzen halbierten sich durch den Lockdown und die Maskenpflicht um 50 Prozent.

Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) hat harte Monate hinter sich. Nachdem die Schiffsaison 2020 am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen ist, zieht die SBS in einem Communiqué Bilanz: «Die Passagierfrequenzen auf der Bodenseefähre und den Kursschiffen ist seit dem Ausbruch von Covid-19 durch den Lockdown und der verordneten Maskenpflicht um 50 Prozent auf 260'000 Passagiere zusammengebrochen.»

Verlust in Millionenhöhe

Es sei deswegen neben der natürlichen Fluktuation zu sechs Entlassungen gekommen, heisst es weiter. Für das vierte Quartal hat das Unternehmen erneut Kurzarbeit beantragt, es rechnet im Jahr 2020 mit einem Verlust von rund zwei Millionen Franken.

«Verhalten optimistisch»

«Auch wenn Covid-19 in der Saison 2021 nicht vom Tisch sein dürfte, blickt das Unternehmen verhalten optimistisch in die Zukunft», schreibt die SBS. Die Bodenseeschifffahrt um Hauptaktionär Hermann Hess hält weiter an ihrem Hotelprojekt am Hafen Romanshorn fest – unter anderem, um die Abhängigkeit von der Schifffahrt weiter zu reduzieren.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 19. Oktober 2020 16:05
aktualisiert: 19. Oktober 2020 16:13