Neues Line-up

OAFF soll 2021 mit 180'000 Leuten stattfinden – «Social Distancing nicht möglich»

5. Oktober 2020, 17:13 Uhr
Während erste Grossveranstaltungen von 2021 vorsichtshalber bereits abgesagt wurden, glauben die Organisatoren des Openairs Frauenfeld fest an eine Durchführung. Die Festival-Verantwortlichen geben neue Headliner bekannt, für die Gäste dürfte sich trotzdem einiges ändern.

Das Openair Frauenfeld hat sein Line-up für 2021 bekanntgegeben. Die meisten Acts vom abgesagten Festival 2020 werden auch im nächsten Jahr wieder in Frauenfeld auftreten, hinzugekommen sind unter anderem Tyler, the Creator und Migos.

«2021 wird kein ganz normales Jahr»

Die Veranstalter zeigen sich optimistisch, dass das Openair 2021 durchgeführt werden kann: «Wir müssen längerfristig planen und arbeiten bereits mit Experten zusammen. 2021 wird kein ganz normales Jahr werden, aber wir werden das Openair durchführen können», sagt Joachim Bodmer, Mediensprecher des Openairs Frauenfeld.

Das Schutzkonzept für das Festival sei derzeit noch in Planung und müsse laufend der aktuellen Situation angepasst werden. Die Veranstalter stehen in Kontakt mit den kantonalen Behörden, um passende Lösungen zu finden. Was jetzt schon sicher ist: Social Distancing wird mit rund 180'000 Zuschauern nicht möglich sein, wie Bodmer betont. «Wir müssen diesbezüglich Alternativen finden. Einerseits müssen wir davon ausgehen, dass Masken eine grosse Rolle spielen werden. Andererseits ist es möglich, dass wir Schnelltests zur Verfügung stellen, damit sich die Gäste direkt beim Einlass testen lassen können.»

Ein Fünftel der Tickets steht noch zum Verkauf

Die Besucherzahl im nächsten Jahr zu verringern, sei keine Option, sagt Joachim Bodmer: «Für das diesjährige Openair haben wir bis zum Lockdown schon fast alle Tickets verkauft. Diese wurden bis auf wenige Ausnahmen für das nächste Jahr umgewandelt.» Somit steht aktuell noch rund ein Fünftel der Tickets zum Verkauf.

Joachim Bodmer, Mediensprecher Openair Frauenfeld

© Tagblatt

Das neue Line-up soll den Ticketverkauf nun ankurbeln. «Das nächstjährige Line-up ist besser als das von diesem Jahr», sagt Bodmer. Rund 60 Prozent der OAFF-Acts kommen aus den USA. Je nach Verlauf der Pandemie in den Staaten könnte eine Einreise für diese Künstlerinnen und Künstler in die Schweiz eine Schwierigkeit darstellen. Trotzdem wolle man nicht auf die Musiker aus Übersee verzichten: «Wegen der Pandemie nur lokale Acts zu buchen, ist nicht möglich.»

«Zweite Absage wäre verkraftbar»

Das Openair Frauenfeld wird 2021 also in fast gewohnter Form zurückkehren – zumindest wenn die Pandemie mitspielt. Eine zweite Absage des Festivals wäre aus finanzieller Sicht verkraftbar, sagt Bodmer. «Davon gehen wir aktuell aber nicht aus. Trotzdem: Eine Deadline für eine Absage gibt es natürlich.»

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 5. Oktober 2020 17:29
aktualisiert: 5. Oktober 2020 17:13