Arbon

Rekurs gegen Abbruch von «Wunderbar» eingegangen

20. März 2021, 15:02 Uhr
Die Wunderbar in Arbon ist schon lange ein Zankapfel.
© Thurgauer Zeitung/Reto Martin
Ende Februar hat der Arboner Stadtrat den Abriss der «Wunderbar» beschlossen, trotz einer Petition von rund 7000 Personen, die sich für den Erhalt des Lokals an der Seepromenade eingesetzt hatten. Doch das letzte Kapitel im Hin und Her rund um die Bar ist noch nicht geschrieben, denn nun ist gegen den Entscheid des Stadtrats ein Rekurs eingegangen.

Gleich mehrere Rekurse gehen gegen die Abbruchbewilligung der Arboner «Wunderbar» ein. Die Wirtin Simone Siegmann und der Thurgauer Heimatschutz wollen sich nicht mit dem Entscheid des Arboner Stadtrats abfinden und ziehen den Entscheid ans kantonale Departement für Bau und Umwelt weiter, wie die Thurgauer Zeitung berichtet.

Siegmanns Anwalt ruft in Erinnerung, dass sich rund 7000 Personen im Rahmen einer Petition für den Erhalt des Lokals eingesetzt hätten. Die Begründung des Stadtrates wird hinterfragt, insbesondere weil der freiwerdende Platz lediglich zur Lagerung von Baumaterial in Zusammenhang mit der Sanierung des ZIK-Informatikgebäudes dienen soll.

Gleichzeitig stösst dem Anwalt sauer auf, dass die ZIK Immo AG bereits mit den Bauarbeiten am weissen Haus gleich nebenan begonnen habe. «Gemäss eigener Argumentation dürften die Besitzer unter den gegebenen Umständen gar nicht bauen», zitiert die Thurgauer Zeitung.

Ausserdem habe die kantonale Denkmalpflege das Objekt noch vor Kurzem als schützenswert erachtet und zur Diskussion gestellt, es in den Schutzplan aufzunehmen. Laut den Rekursführenden ein klarer Fall von «Abbruch auf Vorrat.» Der Heimatschutz seinerseits stellt sich ebenfalls hinter den Rekurs. Das Hin und Her um die «Wunderbar» wird sich also noch einige Zeit weiterziehen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. März 2021 15:01
aktualisiert: 20. März 2021 15:02