SBB baut im Thurgau Schienennetz aus

Claudia Amann, 2. November 2016, 20:22 Uhr
Arbeiten an Schienen führen zu Verkehrsverzögerungen.
© (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Im Thurgau wird der Bahnverkehr bis Dezember 2018 nur eingeschränkt vonstatten gehen können. Zugreisende müssen sich auf etliche Verzögerungen einstellen. Derzeit wird das Schienennetz an elf Orten gleichzeitig ausgebaut.

Das nächste Jahr benötigen Thurgauer Pendler vor allen Dingen eines: Geduld. Der Kanton arbeitet gemeinsam mit der SBB am Ausbau des ÖV-Angebots. Das bringt zahlreiche Baustellen mit sich, Verzögerungen inklusive. Der Schienen-Abschnitt zwischen Steckborn und Mammern ist marod und deshalb müssen die dortigen Schienen ausgewechselt werden. Viele Bahnhöfe sind von dem Umbau betroffen und eingeschränkt.

Alleine zwischen Weinfelden und Frauenfeld verlegt die SBB 32 Kilometer Schienen und stellt 700 neue Mästen auf. Deshalb wird jene Strecke nächstes Jahr für zehn Tage komplett gesperrt werden.

Besonders eingeschränkt sein werden die Thurgauer im nächsten Sommer. Durch die Sperrungen und verlängerten Nachtarbeiten braucht es viele Busse als Bahnersatz. Und die Koordination dessen gleich einem Mammutprojekt.

Geduld soll sich bezahlt machen

«Der Thurgau profitiert von einem Angebot, dass um 22 Prozent ausgebaut wird. Diese Arbeiten müssen jetzt ausgebaut werden, damit wir auf Dezember 2018 definitiv parat sind», sagt Stefan Gahler in seiner Funktion als SBB-Netzentwickler Ostschweiz. 300 Millionen Franken aus dem Bahninfrastrukturfonds fliessen in den Kanton.

Es wird wohl eine mühsame Zeit werden, aber eine, die sich lohnt. Die Schienen werden nicht nur auf den neuesten Stand gebracht, es wird auch das Angebot ausgebaut und die Fahrzeit verkürzt werden.

(red.)

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Claudia Amann
veröffentlicht: 2. November 2016 20:08
aktualisiert: 2. November 2016 20:22