Romanshorn

Schausteller wollen sich mit eigener Chilbi retten

Noémie Bont, 29. Juli 2020, 18:35 Uhr
Die Absage aller Grossveranstaltungen trifft die Marktfahrer und Schausteller hart. Im Thurgau halten Betreiber von Karussell und «Tütschibahn» zusammen und organisieren selbständig eine Chilbi in Romanshorn auf der Hafenpromenade.

Seit rund 30 Jahren ist Heinz Fries aus Kreuzlingen als Schausteller auf vielen Chilbiplätzen der Schweiz anwesend. Immer wieder bringt er neue Attraktionen für Jung und Alt auf die Messeplätze. Im letzten Jahr kaufte er den «Octopus» – eine Bahn, die sich wild in alle Richtungen dreht und den Gästen den Kopf verdreht. Der beliebte «Octopus» und ganz viele andere Attraktionen verstauben aber coronabedingt seit Monaten in den Kellern der Schausteller.

Finanzielle Achterbahn für Schausteller

«Wir haben finanziell zu kämpfen und müssen nun selber etwas auf die Beine stellen.» Deshalb spannte Heinz Fries mit fünf Betreiber-Familien zusammen und organisierte in Romanshorn eine Chilbi – den Lunapark am See. Am Mittwoch werden die Bahnen auf der Hafenpromenade in Bewegung gesetzt. Die Chilbi schliesst erst wieder am 9. August.

«Es hat alles, was das Herz begehrt, von Autoscooter, über zahlreiche Kinderkarusselle. Mein ‹Octopus› ist anwesend und es gibt viele Spielstände, wo man zum Beispiel Büchsen abschiessen kann», so der Thurgauer Heinz Fries.

Keine Maske auf der «Tütschibahn»

Die Chilbi kann nur dank eines Corona-Schutzkonzepts durchgeführt werden. Es werde auf die Abstände geachtet und regelmässig desinfiziert. Masken müsse man aber auf den Bahnen keine Tragen. «Auch Menschenansammlungen erwarten wir keine. Es wird sich auf die vielen Tage gut verteilen», sagt Heinz Fries. Er sei froh, dass es weitergeht. Ungewissheit sei sehr hart. Ob sich das Projekt von Heinz Fries finanziell lohnt, wird man erst in ein paar Tagen erkennen können.

TVO-Beitrag vom 29. Juli 2020:

Werbung

Quelle: tvo

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. Juli 2020 07:12
aktualisiert: 29. Juli 2020 18:35