So stylish ist das Openair Frauenfeld 2018

Nina Müller, 7. Juli 2018, 17:57 Uhr
Wir haben uns am am Openair Frauenfeld nach den verrücktesten Styles umgesehen. Dabei sind wir auch auf Typen gestossen, die nicht mal an einem Festival eine Workout-Pause einlegen können.

Goldketten, Caps und grosse Hoodies: So stellt man sich einen Hip-Hopper vor. Das Openair Frauenfeld beweist, dass die Hip-Hop-Fans keineswegs alle so herum laufen. Bunte Dreadlocks, glitzernde Regenjacken und auch ganz schlichte weisse T-Shirts; die Styles der Festivalbesucher könnten nicht unterschiedlicher sein.

«Praktisch geht vor Style»

Gian ist sogar in einer Pijama-Hose unterwegs. «Ist viel gemütlicher so am Morgen», sagt er. Caro legt mehr Wert auf trockene Füsse, als auf ein tolles Outfit. «Praktisch geht vor Style», ist sie sich mit ihren Freundinnen einig. Deshalb ist auch die Mehrheit der Besucher mit preiswerter Kleidung unterwegs. «Ich trage gerne Markenkleidung aber nicht an einem Openair», sagt Dario. «Das Openair-Bändeli ist das Teuerste, was ich anhabe», sagt Lisa und lacht.

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Sonnenschein und viel nackte Haut

Gut, dass das Wetter am Samstagnachmittag wieder besser ist. So können die Besucher des ausverkauften Festivals endlich auf praktische Kleidung verzichten und die Hüllen fallen lassen. Mädchen in Bikinis und Hotpants und Jungs in Tanktops stehen mit Sonnenbrille vor der Bühne. Ausgerüstet mit Wasserpistolen und Fächern wippen sie zu den Beats von Kelvyn Colt. Viele junge Männer nutzen das gute Wetter aber auch, um ihre trainierten Oberkörper zu präsentieren.

Oben ohne lässt sich das Konzert besonders gut geniessen. (Bild: FM1Today/NinaMüller)
Oben ohne lässt sich das Konzert besonders gut geniessen. (Bild: FM1Today/NinaMüller)

Pumpen auf dem Festivalgelände

Einige Muskelpakete trainieren sogar auf der Allmend. Die Jungs von Street-Workout haben inmitten der Foodstände eine kleine Street-Workout-Station installiert. Miguel ist Vereinsmitglied und bereits seit drei Tagen in Frauenfeld. «Wir wollen die Leute animieren, nicht nur zu trinken, sondern auch etwas für ihre Gesundheit zu tun. Seit drei Jahren haben wir die Station hier am Openair Frauenfeld», sagt er. Die Station ist am Openair Frauenfeld, weil Street-Workout zur Hip-Hop-Kultur gehört. «Diese Art zu Trainieren kommt aus dem Ghetto, also von der Strasse», sagt Miguel.

Bei diesem warmen Wetter kommt auch Miguel ein wenig ins Schwitzen. (Bild: FM1Today/NinaMüller)
Bei diesem warmen Wetter kommt auch Miguel ein wenig ins Schwitzen. (Bild: FM1Today/NinaMüller)

Feiern und am nächsten Tag trainieren

Tatsächlich kommen immer wieder junge Männer für ein kleines Workout zur Station. Noah findet das eine gute Möglichkeit, die Langeweile zu bekämpfen und gleichzeitig etwas für seine Gesundheit zu tun. Erstaunlicherweise sind sich alle vor Ort einig, dass man immer genug Energie hat, um ein bisschen zu trainieren, selbst nach einer strengen Partynacht. «Man muss aber schon etwas trainiert sein, sonst hält man das nicht aus», sagt Anushan, der ebenfalls Mitglied von Street-Workout ist.

Auch einige Frauen wagen sich an die Stangen von Street-Workout. (Bild: FM1Today/NinaMüller)
Auch einige Frauen wagen sich an die Stangen von Street-Workout. (Bild: FM1Today/NinaMüller)

Teil der Hip-Hop-Kultur ist auch die Angeberei. Mit Goldketten und Grillz zeigen die Rapper, wie viel Geld sie haben, und mit leicht bekleideten Mädchen ihre Begehrtheit. Durchtrainierte Oberkörper gehören da auch dazu. «Natürlich geht es hier auch ein wenig ums Posen vor den Ladys», bestätigen die Jungs bei der Pump-Station lachend.

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Nina Müller
veröffentlicht: 7. Juli 2018 17:57
aktualisiert: 7. Juli 2018 17:57