Anzeige
Thurgau

So waren die Frauenfelder Auto-Renntage ohne Publikum

18. Juli 2021, 18:28 Uhr
Wenn auf der Frauenfelder Allmend die Motoren aufheulen, ist es wieder Zeit für die ACS Auto-Renntage. Wegen der Pandemie finden diese in diesem Jahr erst im Juli statt im April statt. Und auch auf Fans müssen die Rennfahrer verzichten.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: tvo

Über 300 Fahrerinnen und Fahrer treten am Sonntag zum ersten Slalom-Rennen der diesjährigen Meisterschaft an. Einer von ihnen ist der 30-jährige Joel Burgermeister aus Egnach. «Ich fühle mich gut. Ich bin ohne zu grosse Erwartungen hier her gekommen. Aber ein Rennfahrer, der nicht gewinnen will, ist kein Rennfahrer.»

«Zuschauer gehören zum Geschehen dazu»

Die Autofans müssen sich in diesem Jahr mit einer reduzierten Version der Auto-Renntage zufrieden geben. Wegen der Pandemie wurde rund die Hälfte der Rennen abgesagt. Ausserdem ist kein Publikum zugelassen. «Die Zuschauer gehören zum Geschehen dazu. Die Unterstützung und die Motivation der Fans fehlt», sagt der Egnacher.

Der Entscheid, dass das Rennen ohne Publikum stattfinden wird, ist bereits im Herbst 2020 gefallen, sagt Marcel Muzzarelli, Präsident der Sportkommission des ACS Thurgau: «Für uns war klar, dass der Aufwand zu gross ist. Man hätte alles fast hermetisch absperren müssen. Wir wussten auch noch nicht, ob das mit den Zertifikaten funktionieren wird.»

Keine Zuschauer, weniger Rennen und das alles auch noch mitten in den Sommerferien. Die Umstände für die Auto-Renntage sind nicht ideal. Trotzdem ist die Motivation bei den Fahrerinnen und Fahrern hoch.

Ende August wieder mit Publikum

So auch bei Joel Burgermeister. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten hat er eine längere Pause hinter sich. Sein letztes Rennen fuhr er vor vier Jahren. Aus privaten Gründen hat er sich daraufhin für ein Jahr zurückgezogen. «Dann kam Corona und es lief gar nichts mehr. Ich wollte eigentlich gar keine Slalom- sondern nur noch Bergrennen fahren. Weil es aber in der Schweiz nicht viele Möglichkeiten gibt in diesem Jahr, habe ich mich entschieden, hier in meiner Heimat mit dabei zu sein.»

Die Entscheidung hat sich ausgezahlt. Burgmeister schafft es in seiner Gruppe auf einen zweiten Platz. Die nächste Etappe nimmt der 30-jährige Egnacher Ende August beim Bergrennen in Oberhallau im Kanton Schaffhausen. Dann auch wieder mit Publikum.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 18. Juli 2021 19:43
aktualisiert: 18. Juli 2021 18:28