Sterbehilfe-Anfragen nehmen zu

Leila Akbarzada, 29. Oktober 2017, 15:50 Uhr
Beim Thema Sterbehilfe scheiden sich die Geister (Symbolbild).
© Keystone/APN Photo/Thomas Kienzle
Immer mehr Menschen nehmen das Angebot von Sterbehilfeorganisationen in Anspruch. So auch im Kanton Thurgau. Nicht nur bei Politikern, sondern auch in der Bevölkerung scheiden sich die Geister über die Hilfe zum Tod.

In den letzten Jahren wuchsen die Mitgliederzahlen von Sterbehilfeorganisationen wie beispielsweise Exit sind rasant. Allein im letzten Jahr haben sich im Kanton Thurgau 26 Personen für die Suizidhilfe entschieden.

Konservative machen sich Sorgen und warnen vor dem Geschäft mit dem Tod. «Wir wollen Exit nicht verbieten, aber auf völlig hoffnungslose Fälle beschränken», sagt Andrea Vonlanthen, SVP-Kantonsrat des Kantons Thurgau. «Ältere Leute sollen sich nicht genötigt fühlen, frühzeitig aus dem Leben zu treten.»

SP-Kantonsrat Jakob Auer ist da anderer Meinung. «Selbstbestimmung ist das wichtigste Kriterium überhaupt. Ich vermute, es gibt viele alte Leute in Alters- und Pflegeheimen, die sich am morgens fragen: Warum bin ich nicht gestorben letzte Nacht? Sie haben keine Chance, selber aus dem Leben zu scheiden.»

Eine Umfrage in der Bevölkerung zeigt: Die Leute haben sehr verschiedene Meinungen zu Sterbehilfeorganisationen wie Exit. Die Umfrage und mehr zum Thema im TVO-Beitrag:

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Leila Akbarzada
Quelle: red
veröffentlicht: 29. Oktober 2017 13:29
aktualisiert: 29. Oktober 2017 15:50