Eschenz

Tatwaffe und Todesursache nach Tötungsdelikt noch unklar

29. Juni 2020, 10:40 Uhr
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Quelle: BRK News/Beat Kälin

Am Sonntag wurden in einer Wohnung in Eschenz ein 38-jähriger Mann und seine zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren tot aufgefunden. Die Kantonspolizei Thurgau geht von einem Tötungsdelikt aus.

«Wir haben von Verwandten von den Toten erfahren», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Er kann zu den Ereignissen vom Wochenende noch nicht viel sagen: «Am Sonntagnachmittag fanden wir an der Furtbachstrasse in Eschenz drei leblose Personen.» Bei den Todesopfern handle es sich um einen 38-jährigen Mann und seine beiden Kinder – gemäss Polizei ein vierjähriger Junge und ein siebenjähriges Mädchen. Sie alle stammen aus Deutschland.

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung einer vierten Person

Die Kantonspolizei Thurgau und die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen gehen von einem Tötungsdelikt aus. «Die genauen Hintergründe sind derzeit noch unbekannt. Momentan findet die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin statt», sagt Matthias Graf. Gemäss Graf gibt es aber keine Hinweise auf Fremdeinwirkung einer vierten Person: «Wir gehen nicht davon aus, dass weitere Personen in die Tat involviert sind.»

Keine Angaben zur Tatwaffe

Auch zur Tatwaffe könne noch nichts gesagt werden: «Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Wir sind dran, Umweltabklärungen zu machen und die ganzen Spuren, die wir in der Wohnung gesichert haben, werden jetzt ausgewertet.»

War der Vater psychisch angeschlagen?

Gemäss 20 Minuten war der Vater der Kinder psychisch angeschlagen und habe die Trennung nicht verkraftet. Die Kinder seien jedes zweite Wochenende beim Vater gewesen. Dazu kann die Polizei noch nichts sagen. Sie bestätigt nur, dass der Vater am Fundort der Leichen gemeldet war. Ob er dort alleine gelebt hat, dazu macht die Polizei aus Persönlichkeitsschutzgründen keine Angaben. «Wir klären verschiedene Bereiche ab, wie es in solchen Fällen üblich ist», sagt Graf

(abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. Juni 2020 19:15
aktualisiert: 29. Juni 2020 10:40