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Teppichleiche: Beschuldigter in U-Haft

Laurien Gschwend, 5. Februar 2018, 15:23 Uhr
Neues vom Fall der 20-Jährigen, die tot in einem Thurgauer Waldstück gefunden wurde: Der Verdächtige, den die Polizei letzten Donnerstag verhaftet hat, sitzt in Untersuchungshaft.

Beim Verdächtigen handelt es sich um einen im Thurgau wohnhaften Niederländer, wie der Thurgauer Generalstaatsanwalt Stefan Haffter gegenüber FM1Today bestätigt. «Nach der Festnahme am Donnerstag wurde der 36-Jährige am Freitag eingehend einvernommen. Im Anschluss hat die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.» Es läuft ein Verfahren wegen Verdachts auf vorsätzliche Tötung. Der Niederländer soll persönlichen Kontakt zur Verstorbenen gepflegt haben.

Tötung, Unfall oder Drogen?

Bei den aktuellen Ermittlungen gehe es darum, die letzten Stunden der jungen Aargauerin zu rekonstruieren. Das Institut für Rechtsmedizin sei immer noch dabei, die Todesursache zu ergründen. In Frage kommen laut Haffter verschiedene Szenarien: «Tötungsdelikt, Unfall oder ein Ereignis in Zusammenhang mit Drogen.»

Ausgang an Langstrasse

Ende Januar fand der Besitzer eines Waldabschnitts in Zezikon eine in einen Teppich eingerollte Frauenleiche. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Toten um eine seit November vermisste 20-Jährige aus Turgi im Kanton Aargau handelt. Ermittler gehen davon aus, dass die junge Frau vor Heiligabend mit einem Fahrzeug in den Wald gebracht wurde. Zuletzt wurde die Aargauerin im Ausgang an der Zürcher Langstrasse gesehen.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 5. Februar 2018 15:09
aktualisiert: 5. Februar 2018 15:23