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Ausverkauft

Thurgauer Bäckerinnen-Kalender gehen weg wie warme Weggli

7. Dezember 2021, 11:09 Uhr
Die Fotos der Thurgauer Bäckerinnen sorgten nicht überall für Freude, der Kalender verkauft sich jedoch besser als erwartet – und das sogar im Ausland.
Die Thurgauer Bäckerinnen wollen auf ihren Beruf aufmerksam machen.
© zVg

Leicht bekleidet stehen sie in der Backstube und zeigen sich und ihre Backwaren: Die Fotos des angekündigten Bäckerinnen-Kalenders sorgten Ende September für kontroverse Diskussionen. Die Migros, Arbeitgeberin zweier abgebildeter Bäckerinnen wollte damit nicht in Verbindung gebracht werden, auch die Berufsverbände freuten sich nicht gerade über diese Art von Aufmerksamkeit. Dabei wollten die jungen Frauen laut eigener Aussage genau diese bekommen – und das angestaubte Image des Berufs aufpolieren, sexyer machen. Zumindest auf der Verbraucherseite scheint das zu funktionieren.

«Wir haben über 100 Kalender verkauft», sagt Caroline Müller (23), eines der Fotomodelle, «Nun mussten wir nachbestellen.» Davon sei sie sehr positiv überrascht.

Bestellungen aus Deutschland

Der Kalender der Thurgauer Bäckerinnen zog nach der Ankündigung grosse Aufmerksamkeit auf sich. «Auch eine deutsche Bäckerszeitung berichtete darüber, darauf folgten viele Bestellungen aus Deutschland», sagt Müller.

Es sei anfangs jedoch schwierig gewesen, mit der grossen Aufmerksamkeit klarzukommen, insbesondere für ihre Kolleginnen. Nun habe sich die Situation jedoch beruhigt. Auch Ärger vom Arbeitgeber habe es trotz Unstimmigkeiten nicht gegeben – im Gegenteil. «Sie wollten sich hinter uns stellen, falls etwas passieren sollte, etwa in Form von sexueller Belästigung», sagt die Bäckerin. Dies sei jedoch nicht passiert.

Wird es weitere Kalender geben? 

Überhaupt sei es eine sehr positive Erfahrung für sie gewesen, sie hätten viel Zuspruch erhalten – vor allem von anderen Bäckersleuten. Viele aus dem Berufsfeld hätten sich gemeldet und sich über den Kalender gefreut.

Ein Umstand, der die junge Bäckerin in ihrer Entscheidung bekräftigt. «Ich würde es definitiv wieder machen», sagt Caroline Müller. Dies aber lieber auf eigene Faust, so könnte sie freier entscheiden.

(thc)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. Dezember 2021 11:11
aktualisiert: 7. Dezember 2021 11:09