Kradolf-Schönenberg

Thurgauer Firma Medropharm hat zu viel Cannabis

Krisztina Scherrer, 28. September 2019, 19:32 Uhr
Die Cannabispflanzen werden mit grossen Maschinen geerntet.
© zVg
Die Thurgauer Firma Medropharm sucht dringend Lagerflächen für ihre getrockneten Cannabis-Pflanzen. «Wir haben dieses Jahr eine absolute Überproduktion», heisst es. Doch es ist gar nicht so leicht, das passende Lager dafür zu finden.

«Wir haben schlichtweg falsch geplant», sagt Patrick Widmer, CBDO (Chief Business Development Officer) bei der Medropharm GmbH, gegenüber FM1Today. Die Firma ist spezialisiert auf die Gewinnung, Produktion und Vermarktung von cannabinoidhaltigen Produkten. Weil ihnen jetzt das Cannabis nur so aus dem Boden spriesst, benötigt die Firma grössere Lagerflächen. «Wir haben neue Geräte und so einfach eine grössere Ernte.»

Unkomplizierte Ware

Die Suche nach einer geeigneten Lagerfläche sei aber nicht so einfach. «Im Internet findet man auf die Schnelle nichts», so Widmer. Dabei sind die Pflanzen recht unkomplizierte Ware. Die Lager müssen belüftet, trocken und nicht wärmer als 25 Grad sein. Das gehäckselte und getrocknete Gras wird in Big Bags abgepackt und muss etwa drei bis sechs Monate eingelagert werden.

Der TVO-Beitrag zum Thema:

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Quelle: TVO

Praktisch geruchslos

Als Vermieter müsse man keine Angst haben, dass wegen des Hanf-Geruchs auf einmal die Polizei vor der Türe steht, sagt Widmer: «Sobald die Pflanzen getrocknet sind, haben sie zwar immer noch einen leichten Geruch, aber das kann man nicht mehr mit der frischen Hanfpflanze vergleichen.» 

Da es sich bei der Hanfpflanze um eine klassische Industriehandelssorte handelt, könne man die Pflanze auch nicht mehr rauchen. «Wir gehen mit schweren Maschinen über das Feld, die ganze Pflanze wird in Einzelteile zersetzt. Die Blüten, welche man zum Rauchen verwendet, werden vorher abgeschnitten.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. September 2019 15:31
aktualisiert: 28. September 2019 19:32