Prävention

Thurgauer Suchhunde spüren Afrikanische Schweinepest auf

12. August 2022, 09:19 Uhr
Gegen eine mögliche Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Schweiz bildet der Kanton Thurgau Suchhunde aus. Eine erste Staffel soll bereits im Herbst einsatzbereit sein. Die virale Tierseuche ist für Haus- und Wildschweine tödlich, für Menschen jedoch ungefährlich.
Hans Döbeli, Ausbildner ASP-Suchhunde, instruiert die Kursteilnehmerin und die Kursteilnehmer.
© zVg/Kanton Thurgau

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen gehe von einem hohen Risiko aus, dass die ASP bald in die Schweiz gelange, schrieb der Kanton Thurgau am Freitag in einer Mitteilung. Zuletzt kam es in Norditalien und Deutschland zu Seuchenausbrüchen.

Keine Behandlungsmöglichkeiten für Schweine

Die Seuche führt bei Schweinen beinahe ausnahmslos und innert weniger Tage zum Tod. Zunächst zeigen die Tiere schwere, unspezifische Symptome wie Fieber und apathisches Verhalten. Bislang gibt es keinen Impfstoff oder andere Behandlungsmöglichkeiten.

Die negativen wirtschaftlichen Folgen eines solchen Seuchenausbruchs wäre für die heimische Landwirtschaft erheblich, schrieb der Kanton weiter. Deshalb habe das Veterinäramt Thurgau bereits 2021 einen Fachstab gebildet um sich für einen Ausbruch der ASP zu wappnen.

Suchhunde finden infizierte Kadaver

Eine wichtige Rolle spielen dabei gut ausgebildete Suchhunde, die verendete Wildschweine aufspüren können. Die Tierkadaver würden dann rasch entsorgt um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Eine erste Hundestaffel sei bereits im Herbst einsatzbereit, hiess es weiter. Das Veterinäramt Thurgau sei schweizweit eines der ersten kantonalen Ämter, die eine solche Hundestaffel ausbilden würden.

Die ASP ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt zwischen infizierten Tieren via Körperflüssigkeiten, aber auch durch den Verzehr von kontaminierten Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen. Sogar kontaminierte Fahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände oder Kleidung übertragen das Virus auf die Tiere.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. August 2022 09:19
aktualisiert: 12. August 2022 09:19
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