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Thurgau

«Versoffener Chabis»: Gemüsebauern rechnen mit Engpässen

12. Juli 2021, 19:40 Uhr
Der regnerische Juli macht auch den Bauern im Thurgau Probleme. Chabis, Salat und Kartoffeln wurden durch die überschwemmten Felder zerstört. Doch, das ist nicht die einzige Schwierigkeit.
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Quelle: tvo

«Wir haben im Moment einen Totalausfall», sagt Sepp Egger, Inhaber Gemüsebau Egger in Bürgeln, zu TVO. Der Gemüsebauer zeigt auf die durch die Gewitter am Wochenende stark mitgenommenen Felder. Der erntereife Blumenkohl wurde durch den heftigen Regen mit aufgewühlter Erde verschmutzt und kann nicht mehr verkauft werden, der frisch angepflanzte Chabis ist «versoffen» und wächst nicht mehr.

Juli und August sollte noch gepflanzt werden 

Eggers Felder stehen zum Teil noch immer unter Wasser: «Juli und August sind Pflanzmonate. Wenn wir jetzt nichts auf unseren Feldern setzen können, ist das schlimm.»

Die Gemüsebauern würden derzeit trockenes und mildes Wetter brauchen, doch das steht nicht in Aussicht. Dass kaum Gemüse gepflanzt werden kann, ist ein weit verbreitetes Problem, wie Manuel Strupler, Präsident Verband der Gemüseproduzenten TG und SH, feststellen muss.

Ohne Wetterbesserung spitzt sich die Lage zu

«Viele Bäuerinnen und Bauern können jetzt zum Beispiel keine Salate setzen, entsprechend wird man diese auch in ein paar Wochen nicht ernten können», sagt Strupler. Er weiss von Bauern, deren Kartoffelernte vollständig ausfallen wird.

Wird das Wetter nicht bald trockener, könnte sich die Lage zuspitzen. «Wir rechnen, dass es zu Engpässen bei den Gemüselieferungen kommen wird», sagt Strupler.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 12. Juli 2021 19:42
aktualisiert: 12. Juli 2021 19:40