Will ans OAFF, biete Playstation

Laurien Gschwend, 5. Juli 2018, 15:11 Uhr
Festivalpässe für einen Franken, 80 Stutz «bar uf'd Chralle» oder eine Playstation: Auf Facebook wird rege mit Tickets für das Openair Frauenfeld gehandelt. Die Veranstalter warnen vor der Online-Tauschbörse.

Wer für das heute startende, ausverkaufte Openair Frauenfeld noch ein Ticket ergattern will, hat die Qual der Wahl: Alleine in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Frauefeld, wenn...» tummeln sich dutzende Angebote von Käufern und Verkäufern. Während einige bereit sind, den originalen oder zumindest einen «Freundschaftspreis» zu bezahlen, handeln andere lieber mit Gegenständen. So würde jemand seinen Apple-Computer abtreten, um an die Hip-Hop-Fete gehen zu können. Ein Facebook-Nutzer will seine Playstation oder alternativ 225 Franken gegen einen Festivalpass eintauschen:

Seine Playstation oder 225 Franken bietet ein Mann für ein OAFF-Billett. (Screenshot: Facebook/Du bisch vo Frauefeld, wenn...)
Seine Playstation oder 225 Franken bietet ein Mann für ein OAFF-Billett. (Screenshot: Facebook/Du bisch vo Frauefeld, wenn...)

Tickets hamstern und darauf sitzenbleiben

«Für alle, die schreiben, sie hätten noch Tickets fürs Openair: Geht doch vor den Eingang. Ich habe einige Leute gesehen, die noch welche suchen», gibt Facebook-Gruppen-Mitglied Claudia den Tauschenden auf den Weg. Andy kann die Feilscherei nicht verstehen: «Beim Vorverkauf hamstern alle Tickets, obwohl sie vielfach nicht einmal selber hingehen, nur weil sie das grosse Geschäft machen wollen.» Am Ende hätten sie das Pech, auf den Pässen sitzenzubleiben.

Keine Garantie auf Echtheit

Aber wie vertrauenswürdig sind OAFF-Tickets aus zweiter Hand? Joachim Bodmer, Mediensprecher des Festivals, rät davon ab, darauf einzugehen. «Bei Tickets, die nicht von einer offiziellen Verkaufsstelle stammen, besteht nie eine Garantie, dass sie echt sind.» Das Openair Frauenfeld ist seit Februar ausverkauft.

«Erleben immer wieder Dramen»

Es sei eine «Sauerei», dass Fälschungen im Umlauf sind. «An der Türe erleben wir immer wieder Dramen: Leute haben ihr letztes Geld zusammengespart, um überteuerte Pässe zu kaufen und kommen dann nicht rein», bedauert Bodmer. «Leider können wir nicht viel dagegen tun.» Die Besucherinnen und Besucher dazu zu bringen, nur auf offiziellem Weg Tickets zu erwerben, sei im Moment das einzige. In Zukunft könnten aber personalisierte Eintritte ein Thema werden, sagt der OAFF-Sprecher. Wie viele Billette über den Schwarzmarkt weggehen, kann er nicht sagen.

Festival mit Regen und Sonne

Die Wetterprognosen haben wohl etwas mit den vielen Verkäufen zu tun: Besucherinnen und Besucher sollten sowohl Gummistiefel als auch das Bikini beziehungsweise die Badehose einpacken. Es ist immer wieder mit Regengüssen – aber auch Sonnenstrahlen – zu rechnen:

So wird das Wetter am OAFF laut unseren Kollegen von Meteonews. (Screenshot: meteonews.ch)
So wird das Wetter am OAFF laut unseren Kollegen von Meteonews. (Screenshot: meteonews.ch)

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 5. Juli 2018 13:25
aktualisiert: 5. Juli 2018 15:11