Wolfsverdacht im Thurgau bestätigt

Laurien Gschwend, 9. Januar 2019, 11:42 Uhr
Auf einer umzäunten Weide im thurgauischen Berg wurden Ende November mehrere gerissene Schafe gefunden. Die DNA-Analyse bestätigt nun, dass ein Wolf am Werk war.

Ende November 2018 wurden in der Region Berg mehrere Schafe von einem grösseren Raubtier gerissen (FM1Today berichtete). Erste Untersuchungen deuteten «auf einen grossen Hund oder noch eher auf einen Wolf als Verursacher hin», wie die Thurgauer Jagd- und Fischereiverwaltung mitteilte.

Wolf ist ein Italiener

Nun liegen die Untersuchungsergebnisse der Universität Lausanne vor. Diese hat die Speichelproben, die das Tier an den gerissenen Schafen hinterliess, untersucht. «Die gefundene DNA kann eindeutig einem Wolf italienischer Abstammung zugeordnet werden», schreibt der Kanton Thurgau.

Nach über 200 Jahren Abwesenheit ist der Wolf damit innerhalb von 18 Monaten zum zweiten Mal in sein ehemaliges Verbreitungsgebiet Thurgau zurückgekehrt. «Dies belegt eindeutig, dass auch im Kanton Thurgau wieder jederzeit mit dem Auftreten von Wölfen gerechnet werden muss», meint der Kanton.

Auch in Muolen aktiv?

Nun wird abgeklärt, ob der Wolf bereits andernorts in der Schweiz nachgewiesen wurde oder ob es sich um ein bislang unbekanntes Tier handelt. Laut der Mitteilung ist nicht auszuschliessen, dass der gleiche Wolf im Dezember 2018 im sanktgallischen Muolen vier Schafe gerissen hat.

Laurien Gschwend
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 9. Januar 2019 11:11
aktualisiert: 9. Januar 2019 11:42