Zalando-Packerinnen erhielten Kündigung per SMS

Praktikant FM1Today, 10. Mai 2019, 12:06 Uhr
Thurgauer Zalando-Packerinnen wurden entlassen.
Thurgauer Zalando-Packerinnen wurden entlassen.
© Keystone/Steffen Schmidt
Sie bearbeiten unter Stress und für einen kolportierten Stundenlohn von 23.10 Franken Zalando-Retouren. Nun erhielten mehrere Mitarbeiterinnen per SMS die Kündigung. Ihren Arbeitsort hatten sie im Thurgau.

Es sind keine schöne Nachrichten für die zehn bis dreizehn Mitarbeiterinnen, welche Retouren für Zalando bearbeiten. Wie 20 Minuten berichtet, erhielten die Frauen die Kündigung Anfang Woche - heute Freitag ist dann schon Schluss.

Arbeitsort Arbon

Angestellt waren die Frauen bei einem Temporärbüro aus der Ostschweiz. Dieses wiederum stellt die Mitarbeiter für die Firma MS Direct bereit. MS Direct mit Hauptsitz in St.Gallen hat vom deutschen Online-Versandhändler Zalando den Auftrag erhalten, die Retouren zu verarbeiten. Die Retouren werden in einem Zentrum in Arbon bearbeitet. Dabei müssen sie auf die Vollständigkeit geprüft, gereinigt und dann neu verpackt werden.

Arbeiterinnen schwierig zu erreichen

Es seien praktische Gründe, weshalb die Kündigung via SMS versandt wurde, wird die Temporärfirma auf 20 Minuten zitiert. Angestellte mit ausländischem Wohnsitz seien oft schlecht erreichbar, daher sei eine SMS die bessere Lösung. Eine solche Kündigung ist laut der Sprecherin der Gewerkschaft Unia nicht schön, aber rechtens.

Sowohl die Temporärfirma als auch MS Direct wollten zu den Vorwürfen keine Stellung beziehen.

Praktikant FM1Today
Quelle: red.
veröffentlicht: 10. Mai 2019 11:52
aktualisiert: 10. Mai 2019 12:06