Thurgauer Olma-Floss ist bereit

Fabienne Engbers, 12. Mai 2017, 11:40 Uhr
Das Mammut-Flossrennen auf der Sitter hat dieses Jahr einige Neuerungen in petto. Ein neuer OK-Präsident, eine neue Routenführung durch das Wasserkraftwerk in Schönenberg und ein E-Voting sollen die Zuschauer mitreissen. Die Flössler sind bereit und freuen sich auf das kalte Nass. Eine Flösslertruppe aus dem Thurgau nimmt dieses Jahr gleich die ganze Olma mit auf die Sitter.

Die Wetteraussichten für dieses Wochenende könnten besser sein. «Gut möglich, dass das Rennen diesen Sonntag nicht stattfindet», sagt Peter Wittwer, Chef-Flössler der Rotzenflöö. Das Flösslerteam aus dem Oberthurgau legte diese Woche einen Endspurt ein, damit ihr Floss, das dieses Jahr unter dem Motto Olma steht, am Sonntag bereit für das 43. Flossrennen auf der Sitter ist.

1200 Stunden Arbeit stecken im Floss

Das Floss der Rotzenflöö bekam diese Woche noch den letzten Schliff. «Dafür war die eine oder andere Nachtschicht nötig», sagt Peter Wittwer. Stören tut ihn das nicht. «Es ist unser Hobby. So wie andere in den Turnverein gehen oder ein Instrument spielen, so basteln wir gerne an unserem Floss herum.»

Die Rotzenflöö sind optimistisch, dass sie ihr Floss fertig kriegen. «Der Biss ist da», sagt Peter Wittwer. Die meisten Teile des Flosses sind auch schon fertig, einige kleine Dinge wie die Olma-Rennsäuli brauchen noch den letzten Schliff.

Olma-Floss hat viel zu bieten

Da der Thurgau in diesem Jahr Gastkanton an der Olma ist, haben die Rotzenflöö ihr Floss ganz diesem Motto gewidmet. Auf der einen Seite hat es typische Thurgauer Merkmale auf dem Floss, wie zum Beispiel einen kunstvoll bemalten Elefanten. «Er soll Mostindien darstellen.» Weiter wird auf dem Floss auch ein riesiger Apfel zu bestaunen sein. Nebst dem Thurgau sind aber auch typische Olma-Merkmale auf dem Floss vertreten, wie die erwähnten Rennsäuli. «Es wird schon das eine oder andere Spezielle auf unserem Floss haben», sagt der Chef-Flössler.

Einige Neuerungen dieses Jahr

Das Flossrennen wird jedes Jahr auf der Sitter ausgetragen. Im Februar wurde ein neuer OK-Präsident gewählt, der das Flossrennen mit einer Kollegin leitet. Der junge Ralph Altwegg hat diesen Posten übernommen. Auch die Strecke wird dieses Jahr leicht angepasst. «Wegen einer Revision des Kraftwerks müssen die Flosse in diesem Jahr eine andere Turbine passieren», schreibt der Verein auf seiner Facebook-Seite. Eine Testfahrt sei nicht ganz problemlos verlaufen.

Trotzdem werden die Flössler die Sitter bezwingen können. Zuletzt wird es dieses Jahr ein E-Voting geben, mit welchem die Zuschauer ihr Lieblingsfloss wählen können.

Durchführung bleibt unsicher

Die Flosse wären bereit, die Strecke ist rekognosziert. Was nun noch fehlt, ist gutes Wetter. Für den Samstag und den Sonntag sind allerdings einige Regentropfen angesagt. «Wir sind positiv gestimmt, müssen aber noch abwarten, weil noch Gewitter angesagt sind», sagt Fredi Brändle vom Organisationsteam. «Wir wissen noch nicht, wie viel Wasser noch vom Himmel fällt.»

Mehr Sorgen als der Regen macht dem OK der Wasserstand der Sitter. «Für die Durchführung ist der Wasserstand zurzeit eher an der oberen Grenze, wir hoffen aber, dass er bis am Samstagmorgen noch ein wenig absinkt», sagt Brändle. Der Stand entwickle sich momentan in die richtige Richtung. Das OK wird den Wasserstand am Samstagmorgen um 8.00 Uhr nochmals beurteilen und dann über die Durchführung entscheiden. Müssten sie das Flossrennen absagen, würde es um eine Woche, auf den Sonntag 21. Mai, verschoben. Ob das Rennen stattfindet, erfahrt ihr auch bei FM1Today.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 12. Mai 2017 09:23
aktualisiert: 12. Mai 2017 11:40