Thurgauer stimmen über Baujagdverbot ab

René Rödiger, 16. März 2017, 11:03 Uhr
Bei der Baujagd treibt ein Hund Füchse und Dachse aus dem Bau.
Bei der Baujagd treibt ein Hund Füchse und Dachse aus dem Bau.
© KEYSTONE/DPA/Z1022/_Patrick Pleu/Archiv
Die Initiative «Verbot der Baujagd mit Hunden» ist zustande gekommen. Damit wird das Thurgauer Volk über das Verbot der umstrittenen Jagd auf Fuchs und Dachs abstimmen können.

Die Initiative wurde am 2. März eingereicht, die Zählung der Unterschriften hat ein Total von 4512 gültigen Unterschriften ergeben, wie die Thurgauer Staatskanzlei mitteilt.

Tierschützer kritisieren die Baujagd mit Hunden auf Fuchs und Dachs, Jäger finden sie berechtigt. Der Bundesrat hat die Anforderungen für die Baujagd in der Jagdverordnung 2012 verschärft, aber nicht verboten.

Der Tierschutzverband des Kantons Thurgau fordert schon länger ein Verbot und hat im Herbst eine Initiative lanciert. Auch der Regierungsrat will die Baujagd verbieten, macht aber einen Kompromissvorschlag. Das Departement soll aus besonderen Gründen Ausnahmen bewilligen können. Zum Beispiel, wenn es «aus Sicherheits- oder Schadengründen notwendig ist, Fuchsbauten zu verfüllen, wie zum Beispiel bei Bauten in Bahndämmen oder unterhöhlten Gebäuden».

René Rödiger
Quelle: red./SDA
veröffentlicht: 16. März 2017 11:03
aktualisiert: 16. März 2017 11:03