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«Todeskreuzung» hat jetzt ein Überholverbot

Fabienne Engbers, 27. März 2019, 11:41 Uhr
An einer gefährlichen Kreuzung in Bussnang darf nicht mehr überholt werden. Die Gemeinde wollte die gefährliche Kreuzung zum Kreisel umbauen, das Tiefbauamt hat diesen Wunsch nicht erfüllt.
Diese Kreuzung ist der Gemeinde Bussnang zu gefährlich.
© Screenshot Google Maps

Nach einem tödlichen Unfall im November forderte die Gemeinde Bussnang Massnahmen für die Kreuzung in der Nähe von Märwil. Auf der gefährlichen Strecke zwischen Weingarten und Stehrenberg gibt es immer wieder Unfälle. Das Überholverbot, welches das Thurgauer Tiefbauamt nun eingeführt hat, geht der Gemeinde aber zu wenig weit.

Die Tafeln stehen schon

Wie die Thurgauer Zeitung schreibt, sind die Überholverbots-Tafeln bereits aufgestellt, ein durchgezogener Mittelstreifen soll in Kürze folgen. «Wir wollen mit den getroffenen Massnahmen die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich erhöhen», sagt Kantonsingenieur Andy Heller zur Thurgauer Zeitung.

Eine Temporeduktion auf Tempo 70 oder gar der Bau eines Kreisel anstelle der Kreuzung ist laut dem Tiefbauamt nicht geplant, die Kreuzung sei kein Unfallschwerpunkt.

Gemeinderat ist unzufrieden

Mit dem Überholverbot ist das Problem nicht entschärft, entgegnet der Bussnanger Gemeindepräsident. «Unser Antrag war klar: Wir wollen einen Kreisel», sagt Gemeindepräsident Ruedi Zbinden der Thurgauer Zeitung. Er hofft nun, dass das Überholverbot die Häufung der Unfälle senkt. Problematisch sei, dass viele der Unfälle auf der Kreuzung nur mit einem Blechschaden enden und die Polizei damit nicht eingeschaltet wird. Wieder über die Strecke entschieden wird im Jahr 2025, dann soll die Kantonsstrasse saniert werden.

Fabienne Engbers
Quelle: red.
veröffentlicht: 27. März 2019 11:41
aktualisiert: 27. März 2019 11:41