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Toter Mann in Auto gefunden

Angela Mueller, 15. Mai 2017, 08:14 Uhr
Am Sonntag nach Mitternacht hat das Team eines Rettungswagens auf der Autobahn zwischen Meggenhuus und Rheineck ein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen entdeckt. Darin befand sich eine bislang unbekannte, männliche Person, ihr Körper war verkohlt.
Toter auf der Autobahn identifiziert..
© Die Polizei steht vor einem Rätsel. (Bild: Kapo SG)

«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen. «Die Rettungskräfte haben einen Mann auf dem Fahrersitz vorgefunden, der bereits tot war. Im Wagen drin herrschte eine enorme Hitze», sagt Schneider. «Zum Teil sind Kunststoffteile im Innern des Autos verschmolzen.» Noch sind die Umstände die zum Tod des Mannes geführt haben unklar. «Der Fall wirft sehr viele Fragen auf.»

Mann im silbernen Mercedes

Bei der Ankunft des zufällig vorbeifahrenden Rettungswagen stellten die Rettungssanitäter ein auf dem Pannenstreifen stehendes Auto fest. Aus dem silbernen Mercedes drang Rauch. Als die Sanitäter nachschauten, stellten sie auf dem Fahrersitz eine dunkelhäutige, männliche Person fest. Der Mann war verstorben. «Es befanden sich Russablagerungen auf der Leiche», sagte Florian Schneider.

Auto hat wahrscheinlich gebrannt

Obwohl die eintreffenden Rettungskräfte keine Flammen mehr sahen, hat das Auto vermutlich gebrannt. «Als die Rettungskräfte eintrafen, hat das Auto noch geraucht», sagt Schneider. Die enorme Hitze liesse zusätzlich auf einen Brand schliessen.

Feuerwehr im Einsatz

Nebst mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen sowie dem Kriminaltechnischen Dienst wurde auch das Institut für Rechtsmedizin aufgeboten. Die Feuerwehr Goldach wurde zur Absicherung des Ereignisortes beigezogen. Es laufen nun Ermittlungen zur Klärung des Hergangs, der Todesumstände und der Identität des Mannes.

Mindestens zwei Kollisionen

Bisher ist lediglich bekannt, dass es sich beim Verstorbenen nicht um den Fahrzeughalter handelt. Der Verstorbene sei aber rechtmässig mit dem Auto unterwegs gewesen, falls es sich tatsächlich um das mutmassliche Opfer handelt. Die Polizei wartet noch auf die DNA-Probe aus der Rechtsmedizin. Das Auto dürfte rund 150 Meter vor dem Ort, wo es zu stehen kam, bereits mit der Randleitplanke kollidiert sein. Am Endstandort fand erneut eine Kollision mit der Randleitplanke statt.

Polizei sucht Zeugen

Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen. Personen, die den silbernen Mercedes mit St.Galler Kontrollschildern bemerkt haben oder Angaben zum Ereignis machen können, werden gebeten, sich beim Polizeistützpunkt Thal, 058 229 80 00, zu melden.

Angela Mueller
Quelle: kapo/red
veröffentlicht: 14. Mai 2017 11:52
aktualisiert: 15. Mai 2017 08:14