Sommerwelle

Trotz steigender Corona-Zahlen: Ostschweizer Behörden greifen nicht ein

23. Juni 2022, 21:17 Uhr
Die nationalen Corona-Zahlen haben sich in den vergangenen zwei Wochen verdoppelt. Die Ostschweizer Kantone zeigen sich noch nicht besorgt. Anders sieht dies bei den Apotheken aus.
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Quelle: TVO

Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen – wie die Temperaturen – wieder markant an. Sie haben sich innert 14 Tagen verdoppelt. Dieser Umstand überrascht: Schliesslich seien die Sommermonate die, in denen ein Virus weniger zirkuliert. Auch Matthias Kramer, Inhaber der Bruggen Apotheke in St.Gallen, zeigt sich überrascht: «Wir dachten, dass – wenn sich Leute im Aussenbereich treffen und unser Immunsystem nicht von anderen Viren beansprucht wird – es nicht so viele Ansteckungen gibt.»

Nicht Fallzahlen sind ausschlaggebend

Auch die Ostschweizer Regierungen beobachten die Situation. So auch der Kanton Thurgau. Gegenüber TVO erklärt der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin, dass beim Durchsetzen neuer Massnahmen nicht die Corona-Fallzahlen den Ausschlag geben. «Wir richten unseren Fokus auf die Spitäler, also darauf, dass die Kapazitäten nicht ausgelastet sind», so Martin. Momentan seien im Thurgau drei Patienten auf der Intensivstation wegen Covid-19.

Weiter betont Martin, dass die Gesundheitseinrichtungen im Kanton auch eine Eigenverantwortung tragen. «Die Institutionen haben in den letzten zwei Jahren gelernt, mit der Pandemie umzugehen», so Martin.

Apotheken sind bereit

Die Verantwortung nehmen beispielsweise die Apotheken wahr. Sie seien auf alles vorbereitet, erklärt Kramer gegenüber TVO. «Es sind immer noch rund 20 Apotheken im Kanton St.Gallen, die testen», so Kramer. Auch die Hausärzte würden weiterhin Corona-Tests durchführen. Wenn die Zahlen wieder drastischer steigen würden, könnte man auf Personal und Material zurückgreifen.

Quelle: TVO
veröffentlicht: 23. Juni 2022 21:17
aktualisiert: 23. Juni 2022 21:17
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