Umbau steht weiterhin auf der Kippe

Krisztina Scherrer, 1. September 2018, 20:17 Uhr
TVO
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Ein neuer Behandlungstrakt und andere Umbauten sollen dem Spital Altstätten neuen Glanz verleihen. Eigentlich sollte schon lange gebaut werden, doch Einsprachen haben das bis jetzt verhindert. Jetzt steht das Projekt auf der Kippe.

Beim Spital Altstätten hätte eigentlich schon 2016 der Bagger auffahren sollen. Wegen Einsprachen hat sich das ganze Projekt aber verzörgert. Diese sind jetzt vom Tisch und in zwei Wochen läuft die Rekursfrist ab. Der Stadtrat hat das Baugesuch auch genehmigt. Die geplanten Sparmassnahmen der St.Galler Spitalverbunde, könnten das 85 Millionen Projekt jetzt doch noch kippen, ganz zum Ärger der Stadt.

Umbau steht noch in den Sternen

«Das Grobkonzept des Spitalverbunds basiert unserer Meinung nach nicht auf ausgewogenenen Daten. Sie haben sich nur auf sich reduziert, ohne volkswirtschaftliche Berücksichtigungen von allen Faktoren», sagt Stadtpräsident Ruedi Mattle gegenüber TVO.

Ob die 85 Millionen Franken doch für den Ausbau genutzt werden, steht noch in den Sternen. Stefan Lichtensteiger, CEO Spitalregion Werdenberg, hält sich bedeckt: «Die Baubewilligung liegt uns zwar vor, sie ist aber noch nicht definitiv, weil die 14-tägige Rekursfrist noch läuft. Zum weiteren Vorgehen in Sachen Spitalbauprojekt Altstätten können wir erst Stellung nehmen, wenn die Baubewilligung definitiv ist.»

Das Grobkonzept ist nicht fertig gedacht

Die Altstätter zittern um ihren Spital: «Ich würde es bedauern, wenn die grosse Investition und das grosse Engagement von vielen Leuten den Bach hinunter geht», sagt ein Passant. Ein weiterer Fussgänger findet: «Ich glaube für Menschen, die auf einen Spital angewiesen sind, wäre es ein grosser Verlust.»

Für den Stadtpräsidenten Ruedi Mattle ist klar, die jetzigen Pläne des Spitalverbunds für den Spital Altstätten habe keine Zukunft: «Das ambulante Zentrum, das im Grobkonzept angesprochen wird, ist nicht fertig gedacht. Es ist nicht realistisch, wenn Ärzte, die hier ihre Praxen haben, plötzlich ein ambulantes Zentrum errichten sollen.»

Im schlimmsten Fall könnte der Spital auch geschlossen werden. Deshalb hofft die Stadt, dass der Spitalverbund das Konzept nochmals durchleuchtet und eine Lösung für beide Parteien findet.

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Krisztina Scherrer
veröffentlicht: 1. September 2018 20:16
aktualisiert: 1. September 2018 20:17