Nass und kalt

Ungemütlicher Wochenstart – im FM1-Land fällt nochmals Schnee

Philomena Koch, 27. März 2023, 15:30 Uhr
Der März zeigt sich gegen den Schluss unfreundlich mit Sturm und Regen. Die Schneefallgrenze sinkt im FM1-Land und versetzt das Toggenburg und Appenzellerland in weiss. Ungewöhnlich ist das Wetter für diese Jahreszeit nicht.
Gewisse Teile der Ostschweiz wurden anfangs der Woche nochmals weiss eingefärbt.
© St.Galler Tagblatt/Andrea Tina Stalder
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Auf dem Papier sind wir an diesem Wochenende in die Sommerzeit gerutscht. Davon zu spüren gibt es bisher aber nicht wirklich viel. Die Woche begann mit einer stürmischen Nacht auf Montag und auch die Schneefallgrenze setzte sich weiter ab. Im FM1-Land schneit es am Montag und Dienstag auf 700 Metern über Meer, teils auf 500 Metern über Meer. So liegt im Appenzellerland und im Toggenburg nochmals eine schöne Schneeschicht. Im Flachland gibt es gemäss Meteo News Regen und Schneeregen.

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Flucht in den Süden

Die Temperaturen sind entsprechend tief und lassen zumindest in dieser Woche in der Ostschweiz keine Frühlingsgefühle aufkommen. In St.Gallen zeigt das Thermometer am Montag 3 Grad an und in Chur 4.

Immerhin wird es am Dienstag etwas sonniger. Wärme und Sonne sind besonders im Süden der Schweiz garantiert. Wer kann, sollte seine Sachen packen und ins Tessing gehen. Dort scheint die Sonne die ganze Woche, die Temperaturen sind am Tag zwischen 15 und 17 Grad.

Am Mittwoch soll die ganze Schweiz eine schwache Warmfront, Wolken und angenehmere Temperaturen um die 13 Grad erreichen. Wie «SRF Meteo» schreibt, geht es danach windig und unbeständig weiter.

Achung Frost

Pflanzenliebhaber sollten in der Nacht auf Dienstag vorbereitet sein: Dann muss mit Luftfrost gerechnet werden. Erwartet werden Tiefstwerte zwischen -6 und -1 Grad. Besser, du schützt die bereits gesetzten Frühlingsblumen davor.

Obstbäume, die in gewissen Regionen weit entwickelte Knospen haben oder sogar bereits in Blüte stehen, könnten grössere Schäden in dieser Nacht abbekommen. Roger Perret von Meteo News sagt klar: «Obstbäume im Thurgau, die jetzt schon blühen, sollten nicht gefährdet sein. In diesen Regionen ist mit ein bis zwei Minusgrad zu rechnen, das stehen sie aus.» Würde es aber noch kälter werden, könnte es gefährlich werden, meint der Meteorologe.

Kampf der Luftmassen

Wirklich ungewöhnlich ist Wetter wie dieses für den Monat März nicht. In den vergangenen zwei Jahren sah die Situation ähnlich aus. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der letzte Schnee im Durchschnitt im dritten Monat des Jahres fällt.

«Im Frühling ist es wegen des Kampfs der Luftmassen manchmal milder, manchmal kühler. Die milde Luft vom Süden und der kalte Wind vom Norden treffen dann jeweils aufeinander», erklärt Roger Perret von Meteo News. Das sei typisch für den Frühling.

Klimaerwärmung deutlich spürbar

Im April ist Schneefall dann eher etwas Aussergewöhnliches. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis sich uns der langersehnte Frühling zeigt.

Perret verweist aber auch auf den Temperaturüberschuss seit Anfang Jahr: «Im März sind die durchschnittlichen Temperaturwerte zu hoch. Schon seit Beginn des Jahres haben wir jeweils ein bis zwei Grad zu viel. Das ist die Klimaerwärmung, die wir zu spüren bekommen.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. März 2023 15:09
aktualisiert: 27. März 2023 15:30
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