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Vorarlberger Polizei rüstet Blitzer auf

Praktikant FM1Today, 19. Januar 2019, 10:18 Uhr
Wer zum Shoppen, Arbeiten oder Ferienmachen nach Vorarlberg fährt, muss in Zukunft aufpassen: Die Verkehrspolizei Vorarlberg rüstet ihre Blitzer auf. Gleichzeitig veröffentlicht sie die Standorte der stationären Messgeräte.
Solche Bilder gehören in Vorarlberg bald der Vergangenheit an: Die Polizei setzt auf Lasergeräte. (Symbolbild)
© iStock

Ein kurzes Blitzen und der Ärger beginnt. Wer in eine Radarfalle fährt, ist oft um einige Banknoten ärmer, dafür um einige Stirnrunzeln reicher. In Vorarlberg hat die Polizei im vergangenen Jahr aufgerüstet und knapp die Hälfte der alter Radargeräte auf Lasertechnik umgerüstet – und das soll weitergehen, schreibt die «Neue Vorarlberg».

Denn die Lasertechnik bringt viele Vorteile. «So werden beide Fahrtrichtungen gemessen», sagt Verkehrspolizei-Chef Rudolf Salzgeber gegenüber der Zeitung. Dazu gibt es mit den neuen Blitzern einen kleineren Tolerenzbereich und dank Frontfotografie kann man auch erkennen, wenn jemand ohne Gurt fährt. Darum rechnet die Polizei künftig mit mehr Bussen.

Alle viereinhalb Minuten blitzt es

Im Jahr 2018 wurden rund 120'000 teure Fotos geschossen, leicht weniger als im Vorjahr. Eine genau Zahl, wie viel Geld damit eingenommen wurde, gibt es nicht. Ebenfalls keine Statistik darüber gibt es, wie viele Schweizer in Vorarlberg geblitzt worden sind. «Wir führen keine Statistik nach Nationen, das wäre ein zu grosser Verwaltungsaufwand», sagt Salzgeber gegenüber FM1Today.

Wird man als Schweizer in Österreich geblitzt, flattert übrigens die Busse direkt in den Schweizer Briefkasten. Nur der Absender kann sich unterscheiden. «Ab 80 Euro Strafe erfolgt die Erhebung über die Schweizer Behörde, unter diesem Betrag stellen wir die Rechnung direkt aus.»

Schweiz als Vorbild?

Der österreichische Verkehrspolizei-Chef sieht viel Positives in der Schweizer Verkehrsordnung. «Innerorts gilt in der Schweiz in der Regel 50, in Vorarlberg kann das abweichen, mal ist es 50, mal 40 oder 30. Als Verkehrsteilnehmer tut man sich darum schwer mit der jeweiligen Limite.» Dazu sei die Schweiz restriktiver, mit weniger Toleranzen.

Nicht alle Messboxen scharf gestellt

Die Polizei veröffentlicht jetzt die Standorte der stationären Messboxen. Doch nicht alle 48 Kabinen sind gefüllt. «Insgesamt haben wir 13 Geräte, die den Standort wechseln», sagt Salzgeber. Dazu kommen Messfahrzeuge, Laserpistolen und auch die Gemeinden haben eigene Blitzer. Eine genau Anzahl kann der Verkehrspolizei-Chef nicht nennen, es dürften insgesamt aber rund 110 Geräte sein.
Praktikant FM1Today
Quelle: tob
veröffentlicht: 19. Januar 2019 08:59
aktualisiert: 19. Januar 2019 10:18