Wanderer im Alpstein zu Tode gestürzt

Fabienne Engbers, 22. Juni 2017, 15:04 Uhr
Der Wanderer stürzte am Rotsteinpass rund 80 Meter in die Tiefe. (Archiv)
© TAGBLATT/Paul Broger
Ein 64-jähriger Wanderer ist am Lysengrat im Alpstein zu Tode gestürzt. Elf Tage lang konnte er aus Sicherheitsgründen nicht geborgen werden.

Am Sonntag, 11. Juni, kam es auf dem Bergweg zwischen dem Säntis und dem Rotsteinpass zu einem Unglück. Ein Paar, das aus dem Kanton Solothurn stammt, fuhr mit der Luftseilbahn auf den Säntis. Die beiden Wanderer wollten lediglich ein Stück weit wandern und dann auf den Gipfel des Säntis zurückkehren.

Auf einem Schneefeld ausgerutscht

Das Paar wanderte auf dem Lysengratweg in Richtung Rotsteinpass. Während der Wanderung rutschte der 64-jährige Mann auf einem Schneefeld ab und stürzte über eine 80 Meter hohe Felswand. Der Mann zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Warum er ausrutschte, ist noch unklar.

Bergung war äusserst schwierig

Die Leiche des Mannes wurde in einer Altschneespalte gefunden. Die eingeklemmte Leiche konnte vom Rettungsteam nicht aus der harten Schneespalte befreit werden. Für die Bergung wurden Spezialisten der Alpinen Rettung Schweiz in Zusammenarbeit mit der Rega eingesetzt. Da sich während der Bergungsversuche neue Schneespalten öffneten, musste die Bergung aus Sicherheitsgründen sofort abgebrochen werden.

Die Unglücksstelle wurde täglich auf eine mögliche Bergung überprüft. Im Absturzgebiet herrschte akute Steinschlaggefahr. Das instabile Altschneefeld liess laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden erste heute Donnerstag eine gefahrlose Bergung zu.

Fabienne Engbers
Quelle: red.
veröffentlicht: 22. Juni 2017 14:06
aktualisiert: 22. Juni 2017 15:04