Wasserverschwendung in Uzwil

Angela Mueller, 22. September 2018, 22:41 Uhr
Wasser war im Hitzesommer 2018 ein kostbares Gut, gewisse Gemeinden sind sehr verschwenderisch damit umgegangen.
Wasser war im Hitzesommer 2018 ein kostbares Gut, gewisse Gemeinden sind sehr verschwenderisch damit umgegangen.
© TVO
Das Wasser ist im Sommer in verschiedenen Gemeinden knapp geworden. Das Beispiel von Uzwil zeigt, die Empfehlung Wasser zu sparen, nützt nichts, im Gegenteil. Es müssen schon Verbote her wie in Hauptwil.

Der Rasen von Maria Zahner in Niederuzwil hat dieses Jahr sichtlich unter der Sommerhitze gelitten. Die Gemeinde hat die Empfehlung abgegeben, möglichst sparsam mit dem Wasser umzugehen. «Ich habe den Garten so wenig wie möglich gegossen, doch die Blumen habe ich nicht verdursten lassen», sagt sie zu TVO. Viele Niederuzwiler und Uzwiler betonen, dass sie, wie Maria Zahner, sparsam mit den Wasser umgegangen seien.

Verbrauch um 50 Prozent gestiegen

Doch die Zahlen der regionalen Wasserversorgung Uzwil zeigen etwas anderes: Im Vergleich zum letzten Sommer ist der tägliche Wasserverbrauch beinahe um 50 Prozent gestiegen. Dies trotz dem Wasserspar-Aufruf der Gemeinde. «Die Leute haben gerne einen schönen Garten, gewaschene Autos und sie duschen bei der Hitze öfters», sagt Renato Wyss, Leiter Technische Betriebe Uzwil. «Es ist klar, dies bewirkt einen Anstieg des Wasserverbrauchs.» Die blosse Empfehlung, in Wasser zu sparen, hat nichts bewirkt.

Hauptwil verbietet Wasserverschwendung

Entschieden besser sieht es der Gemeinde Hauptwil aus, diese hatte ein Verbot erlassen, übermässig Wasser zu verbrauchen.Was sehr gefruchtet hat, wie Urs Meli, Qualitätsleiter der Wasserversorgung feststellt. Die Wassernutzkurve zeigt, der Verbrauch ist von 750 Kubikliter pro Tag auf 600 Kubikliter gesunken ist.» Das Verbot gilt in Hauptwil weiterhin, hier ist die Wasserversorgungslage auch wesentlich angespannter als in Uzwil.

Wasser weiterhin knapp

Würde in der Gemeinde Uzwil das Trinkwasser doch noch knapp werden, müsste auch hier ein Verbot ausgesprochen werden. «Eine Empfehlung wird nur von bestimmten Bürgern ernst genommen. Menschen halten sich offenbar nur an Verbote», sagt Renato Wyss. Unklar ist, wie trocken es im Herbst bleiben wird. Darum sind die Uzwiler weiterhin aufgerufen, vorsichtig mit der Ressource Wasser umzugehen. Ob der Aufruf aber tatsächlich nützt, ist unklar.

Hier der TVO-Beitrag zum Thema:

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Angela Mueller
Quelle: agm
veröffentlicht: 22. September 2018 18:09
aktualisiert: 22. September 2018 22:41