Fahrplanwechsel

Wegen unpünktlicher Deutscher Bahn: Ostschweiz verliert Direktzüge

20. Oktober 2022, 07:25 Uhr
Weil Züge der Deutschen Bahn zu häufig zu spät sind, streichen die SBB nun Züge, die aus Deutschland kommend nach Chur fahren. Das heisst: Ab Dezember müssen Reisende nach Chur einmal mehr umsteigen.
Wegen eines aus den Schienen gesprungenen Baukrans ist zwischen Chur und Landquart der SBB-Bahnverkehr beeinträchtigt. (Themenbild)
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
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Anekdoten über Verspätungen und Zugausfälle gehören zu jeder Zugfahrt in Deutschland – daran haben sich viele gewöhnt. Jetzt hat diese Unpünktlichkeit aber auch Konsequenzen für die Ostschweiz: Mehrere Zugverbindungen, die aus Deutschland kommend über Zürich nach Chur fahren sollten, tun dies ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember nun doch nicht. Dies berichtet das St.Galler Tagblatt.

Die Streichungen sind nötig, weil die Verspätungen der Deutschen Bahn sonst direkt in die Schweiz übertragen werden. Für Reisende nach und ab Chur, Landquart und Sargans bedeutet das, dass sie mindestens einmal mehr Umsteigen müssen.

In Graubünden ist man darüber gar nicht erfreut: «Solche Notlösungen sind nicht kundengerecht und für uns als Tourismuskanton alles andere als erfreulich», sagt Thomas Schmid vom Amt für Energie und Verkehr des Kantons Graubünden. Zumindest wären die Züge, die noch nach Chur fahren, pünktlich, meint Schmid ebenfalls.

Laut der SBB gelten die Änderungen bis auf Weiteres.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Oktober 2022 07:34
aktualisiert: 20. Oktober 2022 07:34