Wegen Vogelgrippe: Tote Wildvögel am Bodensee

Laurien Gschwend, 8. November 2016, 18:38 Uhr
Enten rund um den Bodensee sind an Vogelgrippe erkrankt. (Symbolbild)
Enten rund um den Bodensee sind an Vogelgrippe erkrankt. (Symbolbild)
© Thurgauer Zeitung
In den letzten Tagen sind am Bodenseeufer in der Schweiz, Deutschland und Österreich tote Wildvögel gefunden worden. Gemäss dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen starben sie an der Vogelgrippe.

Gemäss einer Mitteilung des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen wurden vorwiegend tote Reiherenten aufgefunden. Man habe derzeit noch keine endgültigen Ergebnisse zur Todesursache, man könne aber sagen, dass die bereits durchgeführten Untersuchungen auf die Vogelgrippe hindeuten. «Konkret dürfte es sich um den Subtyp H5N8 handeln», schreibt das zuständige Amt.

Menschen nicht gefährdet

«Für die Bevölkerung haben die Vogelgrippe-Fälle keine Konsequenzen», sagt Eva van Beek, Medienschaffende beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, auf Anfrage. Der Subtyp werde nicht auf Menschen übertragen. Wie viele tote Tiere man rund um den Bodensee gefunden hat, könne sie derzeit noch nicht sagen. «VOL.at» verweist auf die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, wonach 100 Vogelgrippe-Fälle aufgetreten seien.

Schutzzone rund um Bodensee

Gemeinsam mit Deutschland und Österreich koordiniere man derzeit die nächsten Schritte, «damit sich die Vogelgrippe nicht weiter ausbreitet». Dies müsse länderübergreifend geschehen. Konkrete Massnahmen seien noch nicht getroffen worden. «Man könnte daran denken, eine Schutzzone rund um den Bodensee zu errichten», so van Beek. Man werde die Wild- und Wasservögel rund um den Bodensee vermehrt kontrollieren. Nach Vorliegen der definitiven Laborergebnisse lege man das weitere Vorgehen am Donnerstag fest.

«Personen, welche auf Kadaver stossen, sind vorsichtshalber gebeten, diese nicht zu berühren und sich an eine Polizeistelle oder Wildhüter zu wenden», so das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im Communiqué.

(lag)

Laurien Gschwend
veröffentlicht: 8. November 2016 18:23
aktualisiert: 8. November 2016 18:38