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Weniger Frauenpower in der Ostschweiz

David Scarano, 28. September 2015, 16:09 Uhr
Bei den kommenden Nationalratswahlen kandidieren schweizweit mehr Frauen als vor vier Jahren. In den Ostschweizer Kantonen nimmt der Anteil hingegen ab. In beiden Appenzell liegt er weiterhin bei null Prozent.
iStock.

Fast alle schimpfen über die Classe politique, dennoch wollen so viele Schweizer dazugehören wie noch nie. Knapp 3800 Personen auf 420 Listen kandidieren diesmal für den Nationalrat. Das ist doppelter Rekord.

1310 Frauen wollen nach Bern

Ein Thema vor den Wahlen ist jeweils der Frauenanteil. In die grosse Kammer wollen am 18. Oktober insgesamt 1310 Frauen. Damit steigt der Anteil gegenüber 2011 - von 32,7 auf 34,5 Prozent.

In der Ostschweiz ist hingegen weniger Frauenpower angesagt. Im Kanton St. Gallen kämpfen 198 Personen um die zwölf Sitze. 32 Prozent davon sind Frauen. Damit sinkt der Anteil im Vergleich zu 2011 um zwei Prozentpunkte.

41 Frauen im Thurgau

Im Thurgau wollen ebenfalls weniger Politikerinnen in den Nationalrat. Total stellen sich 123 Personen zur Wahl, davon 41 Frauen. Seit 2007 ist die Quote von 40 auf 35,3 und jetzt 33,3 Prozent gesunken.

Die beiden Appenzeller Kantone bleiben konservativ: Wie vor vier Jahren kandidiert keine einzige Frau. In Ausserrhoden kämpfen drei Männer um den einen Sitz, in Innerrhoden sind es zwei.

David Scarano
Quelle: red
veröffentlicht: 28. September 2015 14:25
aktualisiert: 28. September 2015 16:09