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Weniger Unterstützung für Kitas

Fabienne Engbers, 8. März 2017, 08:28 Uhr
Die Gemeinde Wolfhalden will Eltern mit hohem Einkommen nicht mehr bei der Kita-Betreuung unterstützen. Nur noch Eltern mit tiefem Einkommen sollen finanziell unterstützt werden, wenn sie ihre Kinder in die Kita bringen. Dies liess sich mit dem Vereinsvorstand der Kita nicht vereinbaren.
Eltern, die ihre Kinder in Wolfhalden in die Kita schicken, werden von der Gemeinde nur noch bedingt unterstützt.
© KEYSTONE/DPA/Julian Stratenschulte

Die Kindertagesstätte «Wirbelwind» betreut laut der Appenzeller Zeitung mehrere Kinder aus verschiedenen Gemeinden. Da einer der beiden Standorte in Wolfhalden ist, unterstützt die Gemeinde Eltern, welche ihre Kinder in der Kita abgeben mit einem prozentualen Beitrag, je nach Einkommen der Eltern.

Gemeinderat will Leistungen kürzen

Mit dieser Praxis sei der Gemeinderat von Wolfhalden bereits seit Längerem nicht mehr einverstanden, schreibt die Appenzeller Zeitung. Der Gemeinderat sei zwar grundsätzlich gerne bereit, die Kita zu unterstützen, «aber nicht um jeden Preis», sagt Gemeindepräsident Gino Pauletti. Deshalb will der Gemeinderat die Tarifliste anpassen. Bis anhin wurden Familien mit einem monatlichen Einkommen bis zu 12'500 Franken unterstützt, neu sollten nur Familien mit einem Einkommen bis zu 8500 Franken von der Gemeinde Geld bekommen.

Kita ist nicht einverstanden

Der Vereinsvorstand der Kita Wirbelwind ist laut der Appenzeller Zeitung nicht einverstanden mit dieser Massnahme. «Nach intensiven Verhandlungen mit der Mitgliedergemeinde Wolfhalden blieb uns lediglich die Kündigung der Leistungsvereinbarung», sagt Vorstandsmitglied Susann Metzger gegenüber der Appenzeller Zeitung. Die Eltern der Wolfhaldener Kinder in der Kita zahlen daher ab Juni den vollen Tarif.

Rückerstattung soll möglich werden

Die Wolfhaldener müssen jetzt darauf hoffen, dass der Gemeinderat eine Rückerstattung der Betreuungskosten akzeptiert. Der Gemeinderat sagt dazu, die finanzielle Unterstützung sei möglich, diese solle aber zu gleichen Teilen von den Familien und der Gemeinde getragen werden. Ausserdem wolle er die Rückerstattung für Familien mit einem Einkommen über 8500 Franken pro Monat nicht ermöglichen.

Fabienne Engbers
Quelle: red
veröffentlicht: 8. März 2017 07:39
aktualisiert: 8. März 2017 08:28