Wenn die Arschkarte Feuer fängt

Dumeni Casaulta, 2. August 2017, 06:50 Uhr
Wohl jeder hat sie schon einmal gezogen: die Arschkarte. Nach einem Tief geht es aber auch wieder aufwärts. Der Ostschweizer «Arschkarten Club» hat deshalb feierlich «die grösste Arschkarte der Schweiz» angezündet. Los wurden die Mitglieder die Arschkarte doch nicht.

Der «Arschkarten Club» repräsentiert all die Leute, die immer mal wieder die Arschkarte ziehen. Um dieses Pech von sich fern zu halten, wurde in der Nacht auf den 1. August «Burnie», das Maskottchen des Clubs, in Strohwilen (TG) verbrannt. Samt Arschkarte natürlich. Dafür wurde das Burning-Ass-Festival ins Leben gerufen. Rund 140 Besucher sind laut den Veranstaltern dem Aufruf gefolgt, ihrer Arschkarte Feuer unter dem Hintern zu machen. Mit dem Abbrennen von «Burnie» sollte man seine Sorgen - oder eben seine Arschkarte - los werden.

«Built to burn»

«Burnie», der acht Meter hohe Holzmann mit Arschkarte im Po, wurde zuvor von Vereinsmitgliedern gezeichnet, geschnitten und zusammen gebaut. Über 135 Stunden brauchten die Männer dafür. Das Abbrennen ging wesentlich schneller: Innert 40 Minuten brannte «Burnie» nieder. «Erledigt, glücklich und ich habe keinen einzigen Wermutstropfen vergossen», fasst Daniel Schmid, Initiant und Präsident des «Arschkarten Clubs», das Fest zusammen. Viele Besucher seien zwar der Meinung gewesen, es sei fast schade, «Burnie» zu verbrennen, er habe sich aber auf das Abbrennen gefreut. «Ich hätte ihn nicht wieder abbrechen wollen, denn er entstand unter dem Motto ‹Built to burn›.»

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«Burnie brannte von innen»

Punkt 3.33 Uhr wurde «Burnie» entzündet. Zuerst brannte der Rumpf, anschliessend der Kopf und schliesslich die Füsse. «Es war ein eindrückliches Spektakel, denn ‹Burnie› begann von innen her zu brennen und das Feuer schien durch die einzelnen Holzbalken hindurch», zitieren die Veranstalter eine Besucherin. Neben dem Abbrennen gab es beim ersten Burning-Ass-Festival ein Openair-Kino und Live-Musik.

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Veranstalter verlieren Schlüssel

Trotz aller Euphorie: Die Arschkarte wurden die Veranstalter doch nicht los. Nachdem «Burnie» das Zeitliche gesegnet hatte, merkten sie, dass der Schlüssel zum Baucontainer verloren gegangen war, wo die Fäden der Veranstaltung zusammen liefen. «Wir wollten alle heim, die Hausschlüssel und Handtaschen waren aber im Container eingeschlossen – eine klassische Arschkarte», sagt Max Koller, Besitzer des Baucontainers und OK-Mitglied. Ihnen sei nichts anderes übrig geblieben, als die Scheibe des Containers einzuschlagen. Diese Geschichte beweise, dass man niemals gefeit davor sei, die nächste Arschkarte zu ziehen.

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Dumeni Casaulta
Quelle: cas
veröffentlicht: 1. August 2017 17:34
aktualisiert: 2. August 2017 06:50